Filmplakat Jack Reacher: Kein Weg zurück
5,5/10

„Unterschätzen sie nie den Charme eines schäbigen Motels.“ (Jack Reacher: Kein Weg zurück, 2016)


Jack Reacher: Kein Weg zurück

Besprechung

Ex-Major Jack Reacher (Tom Cruise) hat beim Militär eine Quelle, die ihm Informationen zusteckt, wo er helfen kann. Mit Major Turner (Cobie Smulder) steht er eigentlich nur per Telefon in Kontakt, doch aus einer Laune heraus fährt er nach Washington, um Turner zu treffen. Dort angekommen, muss er von Colonel Morgan (Holt McCallany) erfahren, dass Turner wegen Spionage angeklagt wird und Reacher sie nicht sehen kann. Turner soll sogar ausdrücklich befohlen haben, dass Reacher sich nicht einmischen soll. Woran sich der ehemalige Militärpolizist natürlich nicht hält. Sergeant Leach (Madalyn Horcher) hilft Reacher mit Informationen aus, obwohl sie es nicht darf.

Nicht nur, dass irgendwas an der Verhaftung von Turner faul zu sein scheint, als ihr Anwalt, Colonel Moorcroft (Robert Catrini), ermordet wird, ist klar, dass es irgendjemand auf Turner abgesehen hat und sie in höchster Gefahr schwebt. Reacher befreit sie aus dem Gefängnis und gemeinsam sind sie nicht nur vor der Militärpolizei in Person von Espin (Aldis Hodge) auf der Flucht, sondern müssen sich auch vor einem namenlosen Verfolger (Patrick Heusinger) und seinen Schergen in Sicherheit bringen. Wie es scheint, hat diese gesamte Sache etwas mit einer Untersuchung zu tun, die Turner in Afghanistan veranlasst hat und bei der zwei ihrer Leute ums Leben kamen.

Meinung von

Ich mag ja die Reacher-Romane von Lee Child. Auch wenn ich, wie bereits bei Jack Reacher beschrieben, nicht Tom Cruise vor Augen habe, wenn ich einen von Childs Romanen lese. Egal. Jack Reacher: Kein Weg zurück basiert auf dem gleichnamigen, 18. Reacher-Roman. (Den habe ich noch nicht gelesen, aber der Covertext lässt erahnen, dass hier Turner nicht so sehr im Mittelpunkt steht.)

Regisseur Edward Zwick liefert eine flotte Action-Unterhaltung ab. Erfahrungen damit konnte er bereits bei Mut zur Wahrheit oder Ausnahmezustand sammeln. Das Militärmillieu ist ihm also nicht fremd. Die Geschichte um den fliehenden Jack wird ergänzt um eine Storyline, in der der ehemalige Cop der Vater einer gewissen Samantha (Danika Yarosh) sein soll. Da er nicht weiß, ob die Behauptung richtig ist – und der namenlose Verfolger das ebenfalls nicht weiß – nimmt Reacher seine vermeintliche Tochter mit auf die Flucht. Ich befürchte, wenn man die Handlung rausnähme, wäre der Film plötzlich um einiges langweiliger. Aber man benötigt diesen Zusatz auch nicht wirklich, zumal schnell klar ist, wie das ausgeht.

Cruise ist langweilig wie immer und kein Stück Reacher, dafür ist aber Cobie Smulder solide in ihrer Darstellung als harte Militär-Polizistin. Wir kennen sie aus Avengers, wo sie die S.H.I.E.L.D.-Agentin Maria Hill spielt. Aber in Jack Reacher: Kein Weg zurück dreht die How I met your mother-Darstellerin noch einmal auf.

Jack Reacher: Kein Weg zurück ist nette Action-Unterhaltung, die routiniert umgesetzt ist. Die Story ist eine typische Child-Geschichte, im Umfeld des US-Militärs angesiedelt. Action, Verschwörung, Hinterhalt - alles dabei. Jack Reacher: Kein Weg zurück ist harmloses Popcorn-Kino, das man sich antun kann, wenn nichts anderes läuft. Geht rein und wieder raus. Die Bücher sind irgendwie spannender.

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