Filmplakat Die Monster Uni
7/10

„Menschenkinder sind extrem giftig!“ (Die Monster Uni, 2013)


Die Monster Uni

Besprechung

Mike Glotzkowski war schon immer ein Außenseiter. Sein größter Wunsch war von früh an, ein Schrecker zu werden. Die beste Ausbildung zum Schrecker bekommt man an der Monster Universität. Als er alt genug ist, wird er auch an der Uni angenommen. Schreckologie soll sein Fach werden. Aber niemand traut ihm das Gewerbe zu. Im Gegensatz zu James “Sulley” Sullivan, der nicht nur groß und erschreckend per se ist, er stammt auch aus einer großen Schrecker-Familie. Mike hasst diesen aufgeblähten Sullivan.

Wegen eines kleines Missgeschicks werden beide dem Studium der Schreckologie verwiesen. Mike kommt jedoch auf die glorreiche Idee an einem Schrecker-Wettbewerb teilzunehmen. Blöde, dass man dafür einer Vereinigung angehören muss. Blöder, dass Mikes Vereinigung die lahme “Omega Kreischma” ist. Und so richtig blöd, dass “OK” noch einen weiteren Studenten benötigt. So kommt Sullivan auch ins Team.

Mike kämpft gegen die Verachtung seiner Mitstudenten und innerhalb des Teams auch gegen den rieisgen Sullivan. Das Studentenleben ist schon hart.

Meinung von

Hatte ich mich wirklich drauf gefreut. Leider sind die großen Brüller schon im Trailer verbraten worden. Womit wir auch schon beim Problem von Die Monster Uni sind. Er ist nett, hat einige Lacher, eine annehmbare Geschichte, tolle Animationen und Farben - aber ihm fehlt "die Seele". Die früheren Pixar-Filme waren liebeswürdiger, herzlicher, haben den Zuschauer mehr in ihren Bann genommen. Die Monster AG konnte das noch. Im Prequel zu der Geschichte ist ein wenig die Luft raus.

Da wir den Film in 2D sehen wollten - mussten wir mit der Kindervorstellung vorlieb nehmen. (Das ist übrigens eine extreme Diskriminierung, liebe Filmverleiher!) Direkt neben mir hockte so ein kleines Rotzmonster. Ich habe den nicht wirklich laut lachen gehört. Es gibt einige Witze, bei denen wir und die anwesenden Eltern lachen konnten, aber eine reine Lach-Orgie ist Die Monster Uni leider nicht geworden. Schade. Ist dank Disney bei Pixar die Luft raus?

Im Vorfeld zum Hauptfilm gab es auch einen Kurzfilm, Der blaue Regenschirm. Technisch einwandfrei gemacht, aber von der Story her ziemlich öde und langweilig. Wo sind die Energien hin, die einst so herrliche Pixar-Filme wie Die Unglaublichen, Ratatouille oder Oben geschaffen haben?

Die Monster Uni kann man sich anschauen, einfach weil es ein netter Animationsfilm mit liebgewonnenen Charakteren ist. Aber man muss ihn sich nicht unbedingt anschauen. Was ich schade finde.

Übrigens: Wo war Martin Semmelrogge? Im ersten Teil hat der dem Randy seine Stimme geliehen gehabt ...

hoch