Filmplakat Die Unglaublichen
9,5/10

„Mein Gott, bist du dick geworden!“ (Die Unglaublichen, 2004)


Die Unglaublichen

Besprechung

Manchen Leuten kann man einfach nicht helfen. Bob Parr, der Welt eher als Mr. Incredible bekannt (oder auch nicht), muss nach einem Rettungsversuch in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Nicht nur er, alle Superhelden werden von der Regierung angehalten, ihre Geheimidentitäten anzunehmen und unterzutauchen. Mist.

So fristet Bob auch 15 Jahre später immer noch zusammen mit seiner Frau Helen (ehemals Elasti-Girl) und seinen drei Kindern (Violet, die sich unsichtbar machen und Schutzschilde aufbauen kann, Flash, der superschnell ist und dem Baby Jack Jack (noch keine Superkräfte) ein langweiliges Leben in einem Vorort. Bob ist bei einer Versicherung angestellt und würde doch viel lieber “draußen” sein und den Leuten helfen.

Eines Tages bekommt er eine mysteriöse Nachricht von einer weiß-blonden Frau, die ihm einen Job als Superheld anbietet. Bob reist auf eine kleine Insel und steht einem gefährlichen Super-Bösewicht gegenüber. Da kann nur noch die gesamte Familie helfen.

Meinung von

Heeeerrrlich! Ich bin ja eh ein Comic- und Superhelden-Freak, also fand ich hier so einige Anlehnungen an das "Golden Age" der Superhelden-Comics. Aber nicht nur Comics sind wieder zu erkennen. So mancher Film (allen voran James Bond jagt Dr. No) schimmern unter den Pixel hindurch. Die Unglaublichen ist somit ein Action- und Agenten-Film, der allerdings animiert ist. Überhaupt: Die Animationen. Groooßartig! Da hat Pixar voll rangeklotzt. Meine Herren. Die Landschaften sind unglaublich naturgetreu, dann aber auch wieder – dem Film entsprechend – comicartig. Rauch, Feuer, Wasser, die Kleidungen – alles wahnsinnig gut modelliert.

MJ Thorsten meinte noch, der Film sei anfangs etwas schleppend, aber dem konnte ich nur entgegen halten, dass damit die Monotonie und das Unausgefülltsein der Hauptfigur, Mr. Incredible, zum Ausdruck gebracht wird. Also einfach hinnehmen und die Computer-Animationen genießen. Der Film wird schon noch rasant, wild und lustig! So erfährt man z.B., warum Superhelden besser keine Capes tragen sollten oder was aus enttäuschten Fans so alles werden kann.

Ich würde mir den Film auch ein zweites Mal anschauen. Denn: Der Film ist 1a! Ein echtes Highlight in diesem doch eher schwachen Kinojahr. Ganz viel Liebe zum Detail, gute Witze, sympathische Charaktere und eine wunderbar "superheldenhafte" Musik – das sind die Garanten für 115 Minuten beste Kinounterhaltung.

Die Geschichte ist stimmig, lustig, spannend, vielleicht nicht unbedingt für die ganz Kleinen. Es wird gezeigt, dass Superhelden, wenn sie dazu gezwungen werden, ein normales Leben zu führen, extrem gelangweilt sein können. Da setzt man auch schon mal kleine "Rettungsringe" an ... Superhelden sind also auch nur Menschen wie Du und Thorsten. :-)

Vor Die Unglaublichen gab's übrigens noch den neuesten Kurzfilm von Pixar, Boundin', die Geschichte mit dem tanzenden Schaf. Ja, ganz nett, aber nicht so gut wie For the birds – und gegen den Hauptfilm konnte das Schaf eh nicht anhalten.

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