Filmplakat DeadHeads
4,5/10

„Okay, go kill a kid or something.“ (DeadHeads, 2011)


DeadHeads

Besprechung

Mitten in einer Zombie-Attacke wacht Mike Kellerman (Michael McKiddy) auf. Ziemlich bleich, Löcher im Kopf – aber sonst noch ganz fit im Kopf. Um ihn herum lauter Untote, die dumpf durch den Wald wandeln und Menschen fressen.

Mike trifft auf Brent Guthrie (Ross Kidder), seines Zeichens ebenfalls ein Untoter, der noch denken und sprechen kann. Froh über die Gesellschaft, ziehen die beiden Zombies los, um Mikes große Liebe Ellie (Natalie Victoria) zu finden. Mike wollte vor drei Jahren Ellie einen Antrag machen, doch dann segnete er das Zeitliche.

Zusammen mit dem weniger sprachbegabten Zombie Cheese (Markus Taylor) begeben sich die “guten Zombies” auf einen Roadtrip. Der alte Cliff (Harry Burkey) ist ihnen dabei behilflich. Man kann ja mal Anhalter mitnehmen …

Was Mike und Brent nicht wissen, ist, dass sie von “Reinemach”-Männern einer bösen Firma gejagt werden. Diese Firma ist verantwortlich für den Zombie-Ausbruch.

Meinung von

Eigentlich bin ich kein Fan von Zombies. Diese hier sind aber noch vernunftbegabt und somit "gut". Zumal Zombie Mike mit seiner großen Liebe zusammen sein möchte. Da geht einem doch das Herz auf.

Mike ist der normale Typ, während Brent der etwas flippige Charakter ist. Und Cheese ist … naja … "Dekoration". Eine blasse, dumme, leicht stinkende Dekoration. DeadHeads könnte eine gute Zombie-Komödie sein, wenn der B-Movie-Charakter nicht so sehr durchscheinen würde.

Die Schauspieler sind unbekannt, "Cleaner" McDinkle (Benjamin Webster), einer der beiden Verfolger, spielt grottenschlecht und übertrieben. Die Sekretärin Emily (Eden Malyn) hat Null Aufgaben oder Sinn in dem Film. Dafür läuft sie aber total klischeehaft und schrill über die Leinwand. Wenn sie den Mund aufmacht, zieht es einem in den Eingeweiden. Dazu fällt mir nur "blöd" ein. Manchmal hat der Film den Eindruck vermittelt, ein Haufen Kumpels drehen einen Horror-Film, so trashig kam das rüber.

Cheese erinnert an Sloth von den Goonies. Außerdem gab es noch eine Anspielung an den Fluxkompensator aus Zurück in die Zukunft. Das waren hingegen nette Referenzen an 80er-Jahre-Filme.

Es gibt einige Gedärme zu sehen, abgetrennte Arme, Löcher im Bauch, abgehakte Köpfe — alles, was man sich als frischer Filmstudent so in einem Horror-Film vorstellt. Nur haben wir hier gleich zwei Filmstudenten, äh, Regisseure, die Brüder Brett und Drew T. Pierce, die sich die Geschichte ausgedacht haben.

DeadHeads ist ja nicht wirklich schlecht, aber auch nicht überragend. Dummdreiste Stereotypen, beziehungsweise überzeichnete Figuren kosten Moviejunkie-Punkte. Ansonsten kann man aber durchaus gut lachen.

Wer Zombie-Filme auf seiner "Gesehen"-Liste haben möchte, der kann sich gerne DeadHeads anschauen, darf jedoch nicht zu viel erwarten. Wobei … Kann man überhaupt etwas von Zombie-Filmen erwarten? Shaun of the Dead mit Simon Pegg und Nick Frost hatte mehr Witz, mehr "Substanz" und einen höheren Unterhaltungswert.

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