Filmplakat Shaun of the Dead
10/10

„Du hast da was Rotes!“ (Shaun of the Dead, 2004)


Shaun of the Dead

Besprechung

Shaun (Simon Pegg) ist 29 Jahre alt und arbeitet als Verkäufer in einem Elektrogeschäft. Jeder Tag verläuft gleich und Shaun beachtet seine Umwelt nicht mehr. Morgens aufstehen, mit Mitbewohner Ed (Nick Frost) noch ein schnelles Spiel und dann zur Arbeit. Am Abend folgt dann der Höhepunkt des Tages im Winchester, seinem Lieblings-Pub: Gemütliches Saufen mit seiner Freundin Liz (Kate Ashfield) und Ed bis der Wirt die letzte Runde ausruft.

Doch Liz ist das zu wenig, sie beschließt nach drei Jahren, ihn zu verlassen und für Shaun bricht die Welt zusammen. Bei all seiner Trauer, die er mit Ed in Bier ertränkt, fällt ihm gar nicht auf, dass die Welt um ihn herum tatsächlich zusammenbricht: Nach und nach verwandeln sich alle Menschen in Zombies. Jetzt sind Shaun und Ed gefragt: Was tun? Wie rettet man seine Ex-Freundin, seine Mutter und sich selbst — und findet dann noch einen Ort an dem man rauchen darf?

Meinung von

Der letzte Film des Jahres ist was besonderes: Wie Käse den Magen, schließt er das Kinojahr ab. Und das Kinojahr 2004 war wirklich ein schreckliches Massaker: Doofe Spinnenmann-Filme, floppende Megaproduktionen und natürlich Adolf und seine Schergen, der deutsche Dauerbrenner. Was passt da besser, als richtige Tote zu erwecken und sich mal wieder einen richtigen Horrorschocker reinziehen. Na gut, wir sind nicht mehr die Jüngsten, dann darf es auch mal eine Horrorkomödie sein.

Shaun of the Dead ist wirklich großartig. Nur selten habe ich mich über fliegende Leichteile so amüsiert. Aber keine Angst, der Film ist weit weniger brutal als man denkt, die meisten blutigen Szenen werden uns erspart. Also, rein ins Kino! Noch ist die Gelegenheit, ihn zu sehen; ihr könnt dann später Euren Enkeln sagen: Ja, ich sah ihn im Kino. Und sie werden stolz auf Euch sein.

Ach so, und für die Cineasten unter Euch: Ja, es handelt sich um eine Satire auf den Genreklassiker Dawn of the Dead (1978), aber das habt Ihr Euch sicher schon gedacht. Wer diesen Klassiker sah, darf sich auf den Abspann freuen: Da gibt es als besondere Verneigung vor dem Origninal noch einmal die wundervolle Musik aus dem Einkaufscenter.

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