Filmplakat The Safe – Niemand wird verschont
3/10

„Is someone down there?“ (The Safe – Niemand wird verschont, 2017)


The Safe – Niemand wird verschont

Besprechung

In der Centurio Bank sind kurz vor Feierabend nicht mehr viele Leute anwesend. In der Nachbarschaft brennt ein Kaufhaus, Polizei und Feuerwehr haben alle Hände voll zu tun. Plötzlich kommt Bewegung in die Bank. Leah (Francesca Eastwood), Vee (Taryn Manning) und Michael (Scott Haze) sind Geschwister. Sie haben noch Kramer (Michael Milford) und Cyrus (Leith Loneker) dabei, um die Bank sauber auszurauben.

Im Safe sind aber nicht die erhofften 250.000 Dollar, sondern nur magere 70.000. Vee und Cyrus werden sauer, Leah ist bereit abzuhauen. Eine der Geiseln, Ed (James Franco), der Assistent Manager, verrät den Gaunern, dass zeitgesteuert nicht mehr Geld da ist. Aber im Keller befindet sich ein alter Tresor, analog und nicht ans Alarmsystem angeschlossen. Dort sind sechs Millionen Dollar gelagert.

Kramer geht runter und bohrt den Safe auf. Als er die Tür auf hat, bemerkt er, dass noch irgendwas mit ihm im Keller ist.

Meinung von

Mein vierter Film im Rahmen des Fantasy Filmfests. Während der Trailer zu Colossal etwas völlig anderes versprach, als das, was geboten wurde, ist der Trailer zu The Vault ganz ehrlich. Die Geschichte wird leider auch schon dort fast vollständig erzählt. Ich denke, ich war nicht der Einzige, der mehr erwartet hatte. Regisseur Dan Bush spult im Grunde eine gute, alte Geistergeschichte ab. Das kann gut und echt gruselig sein, ich denke heute noch mit Schrecken an The Innkeepers, oder aber lahm und vorhersehbar.

The Vault ist zu schnell durchschaut, er bietet keine großen Überraschungen. Es gibt zwei oder drei Schreckmomente, das war's dann auch schon. Die Rolle von James Franco erlaubt ihm kein großes Schauspiel – und der Rest der Crew ist einfach nicht gut. Die weibliche Hauptrolle wird von Clint Eastwoods Tochter bekleidet, die neben großen Augen nicht viel mehr zu bieten hat. Sie ist nicht wirklich böse, nicht gut – man nimmt ihr nichts ab und baut auch keine Beziehung zu ihr auf. Sie ist da. Vee-Darstellerin Manning (Sons of Anarchy, Orange is the New Black) ist hingegen wenigstens nervig. Sie spielt aber so mies, die scheint sich nicht einmal Mühe zu geben.

Obwohl die Geschichte schnell erzählt ist, hat der Streifen doch noch Längen. Am langweiligsten war dann wohl die Szene, wo Michael der Chef-Kassiererin Susan Cromwell (Q'orianka Kilcher) beim Nicht-Pinkeln zuschaut und sie versucht ihn zu überreden, dass er doch ein Guter sei. Vorspuuuulen!

So tröpfelt The Vault 90 Minuten vor sich hin und verschwendet nur Zeit. Als die "Aufklärung" kam – lahm in Interviews mit dem verantwortlichen Polizisten Tom Iger (Clifton Collins Jr.) abgefrühstückt – merkte ich, dass einige im Kino leise stöhnten. So richtig miese Stimmung entlud such dann schließlich, als der Streifen endlich vorbei war. Irgendwie waren alle froh, dass der Streifen endlich vorbei war. Zumal die Schlusseinstellung echt langweilig und überflüssig war.

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