Filmplakat Superman Returns
7,5/10

„Ich habe Superman rauf- und runter beackert.“ (Superman Returns, 2006)


Superman Returns

Besprechung

Superman, der größte Held der Erde, war fünf Jahre im All, um nach Krypton zu suchen. Nun ist er zurück. Und wenn Superman wieder da ist, dann natürlich auch Clark Kent.

Doch in fünf Jahren kann viel passieren. Der Erzschurke Lex Luthor (Kevin Spacey) ist wieder auf freiem Fuß. Clarks große Liebe, Lois Lane (Kate Bosworth) ist mittlerweile in einer Beziehung, Mutter und stinksauer auf Superman, da er von einem Tag auf den anderen verschwand.

Während Superman sich langsam wieder auf der Erde seinem Tagesgeschäft, dem Retten von Menschen, widmet, hat Lex Luthor die Festung der Einsamkeit entdeckt und will sich der Alien-Technologie bemächtigen. Lex will mit Hilfe von kryptonischen Kristallen einen neuen Kontinent erschaffen.

Meinung von

Ich war absolut begeistert! Man muss wohl ein wenig den Charakter Superman mögen. Klar, er ist ein ewiger Pfadfinder. Manche mögen das langweilig finden. Er ist eben kein Batman, hat also auch nicht seine Probleme. Supermans Problem ist, dass er einsam ist. Er ist ein Alien. Ein Alien, das alles machen kann. Superman ist aber auch ein Mann, der seine Lois Lane über alles liebt.

Nun muss er feststellen, dass seine große Liebe nicht mehr für ihn erreichbar ist. Liebesschnulze? Vieleicht. Aber Regisseur Bryan Singer tritt das Thema zum Glück nicht sooo breit.

Ganz klarer Pluspunkt ist selbstverständlich Kevin Spacey, der den Bösewicht grandios verkörpert. Ist eben ein exzellenter Schauspieler. Und der Neue? Was ist mit Brandon Routh, der ein schweres Erbe antreten musste? Der Mann hat es sehr gut gemacht. Wenn er Superman ist, dann ist er stark, heroisch. Wenn er Clark Kent ist, dann ist er, wie zu den Anfängen der Comics, sehr trottelig. Charmant, aber doch trottelig. Mir hat Brandon Routh gut gefallen.

Moviejunkie Thorsten langweilte sich merklich neben mir, doch für mich hatte der Film so manchen Moment parat, in dem ich selig wie ein Honigkuchen-Pferd vor mich hingrinste. Bryan Singer hat Superman Returns mit viel Liebe zum Comic-Helden und zum Detail umgesetzt. Hut ab. Kleine Anspielungen an klassische Comic-Momente sind natürlich nicht für jeden erkennbar, aber wie schon gesagt — ich habe oft selig gegrinst. :-)

Gerne mehr. Dann mit noch mehr Action. Die war hier etwas mager vertreten. Das, was man sah, war gut, die Computer-Tricks (bis auf einen) erste Sahne. Thorsten moserte noch, die Story sei nicht sein Ding gewesen. Ich sage: Eine gelungene Fortführung der Christopher Reeve-Filme, die behutsam in die Thematik einführt.

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