Filmplakat Jurassic Park 3
7,5/10

„Umgekehrter Darwinismus - die Dummheit überlebt.“ (Jurassic Park 3, 2001)


Jurassic Park 3

Besprechung

Nach den schrecklichen Zwischenfällen im Jurassic Park, hat sich Dr. Alan Grant (Sam Neill) wieder der klassischen Ausgrabung gewidmet. Tote Dinosaurier sind ihm lieber, als die gefährlichen, beißenden Dinos aus dem Park. Eines Tages steht der reiche Paul Kirby (William H. Macy) mit seiner Frau Amanda (Téa Leonie) vor der Tür. Das Ehepaar will Dr. Grant reich belohnen und seine weiteren Forschungen finanzieren, wenn er sie zur Isla Sorna bringt – die Insel, auf der die Saurier für die Hauptinsel Isla Nublar gezüchtet wurden. Zunächst zögert Grant noch, doch da seine Forschungen bedroht sind, willigt er ein. Immerhin, so die Kirbys, wollen sie nur über die Insel hinwegfliegen. Alles ganz harmlos.

Alleine sind die allerdings nicht: Neben einem Piloten sind auch noch schwergewaffnete Männer mit an Bord des Flugzeugs. Grant wird begleitet von seinem Assistenten Billy Brennan (Alessandro Nicola).

Die Kirbys landen auf der Insel, was eine ganz dumme Idee ist. Wie sich herausstellt, sind die beiden nicht auf der Suche nach Nervenkitzel aus der Luft. Sie suchen ihren Sohn Eric (Trevor Morgan), der vor Wochen mit einem Gleitschirm auf der Insel abgestürzt ist. Die Kirbys haben Grant überhaupt einige Lügen aufgetischt. Obwohl der Paläontologe so schnell wie möglich von dieser verteufelten Insel fort will, kann er doch nicht einfach den Jungen zurücklassen. Eine verzweifelte und gefährliche Suche beginnt – auf der Isla Sorna, wo es nur so von Dinosauriern wimmelt.

Meinung von

Nach dem doch eher mauen zweiten Teil hat sich das Produktionsstudio doch noch einmal dazu durchgerungen, die Dinos zu wecken. Da man bereits Dr. Malcom verbraten hatte, griff man eben auf die anderen beiden Protagonisten aus dem ersten Teil zurück: Dr. Grant und in einer Nebenrolle, immer einen Telefonanruf entfernt, Dr. Ellie Sattler (Laura Dern). Grant ist die Hauptfigur und er ist so, wie wir ihn im ersten Teil kennen gelernt haben: kein Freund von Technik, erst recht kein Freund von lebenden Dinosauriern. Oh Nein!

Das Muster der Jurassic Park-Filme ist im Grunde immer gleich und simpel auf die Formel: "Scheiße, die Dinos wollen uns fressen. Lauft! Lauft um Euer Leben!“ zusammenfassen. In diesem Fall haben wir eine Rettungsmission mit zwei Paläontologen – von denen noch keiner auf der Insel war, auch wenn das die Kirbys dachten – zwei Ex-Eheleuten, die ihr Kind suchen. Dazu muss man einmal die Insel überqueren, wobei man auch den kleinen Abkömmling findet. Der hat durch sehr ungewöhnliche Mittel überlebt. Der damals 15-jährige Morgan ist ein erfrischend unnerviges Kind. Es gibt sie, doch sie sind selten.

Als Hauptdinos sind diesmal dabei: natürlich die Velociraptoren, aber auch ein T. Rex, ein Spinosaurier sowie eine ganze Vogelvoliere voll mit Flugsauriern. Um dem ganzen Dino-Trubel ein wenig mehr Würze zu geben, kommt eine Theorie auf, nach der die Raptoren durch ein ganz bestimmtes Organ kommunizieren können, ein Organ, das Grant und Billy mit Hilfe der verfluchten Computer haben nachstellen können. Damals haben sie schon 3D-Printer gehabt!

Juarassic Park III ist allgemein nicht so gut angesehen. Die Kritiken sind nicht berauschend. Ich finde den dritten Teil allerdings besser als den zweiten – vielleicht auch, weil im zweiten Teil eines dieser extrem nervigen Kinder dabei ist. Kinder können jeden Film kaputt machen. Der dritte Teil ist gut, ihm fehlt nur ein wenig die Seele, vergleicht man ihn mit dem ersten Teil. Er kann aber den zweiten Teil locker schlagen. Im zweiten haben sie den Fehler gemacht, die Insel zu verlassen. Das wurde im (vorerst) letzten Teil des Franchise vermieden.

So ist Jurassic Park III kein überragender Abschluss, aber doch ein guter.

hoch