Filmplakat Hulk
5/10

„We were close?“ (Hulk, 2003)


Hulk

Besprechung

Jede unserer Geschichten beginnt mit unseren Vätern. So auch die Geschichte von Bruce Banner (Eric Bana). Sein Vater, Brian Banner (Nick Nolte), hat alle Weichen für Klein-Bruce gestellt. Schön wäre es, wenn das eine gute Bahnstrecke gewesen wäre. Aber Brian Banner ist das, was man einen verrückten Wissenschaftler nennen kann. (Also eher Trans-Rapid…) Und damit meine ich nicht die Sorte der *Haha*-Wissenschaftler, sondern eher die Sorte eines Dr. Frankenstein. Brian ist 1966 auf der Suche nach dem ewigen Leben, Unbesiegbarkeit und all solchen lustigen Dinge. Da das Militär, für das er arbeitet, ihm die Arbeit am menschlichen Organismus verbietet, trifft es sich doch ganz gut, dass ihm seine Frau offenbart, dass sie schwanger ist.

Bruce wächst heran und ist im Gegensatz zu seinen kleinen Spielkameraden ziemlich robust. Doch irgendwann wird die Idylle gestört: Die Machenschaften von Brian Banner fliegen auf.

30 Jahre später: Bruce Banner ist Doktor der Gentechnologie und arbeitet mit seiner Ex-Freundin Betty Ross (Jennifer Connelly) zusammen. Die Beziehung war nicht so der Hit. Bruce war wohl etwas zu verschlossen. Kein Wunder, hat er doch schon seit Jahren unerklärliche, düstere Albträume, aus denen er schweißgebadet aufwacht. Eines Tages geschieht ein Unglück, als ein Kollege einen Kurzschluss in einer Apparatur verursacht, die Gamma-Strahlen erzeugen kann. Bruce will ihn retten und bekommt die volle Gamma-Ladung ab. Bleibt aber irgendwie am Leben. Er fühlt sich sogar ziemlich gut. Sehr gut.

Doch – Reaktion folgt auf Aktion – so ganz unbeschadet ist er nicht davon gekommen: Immer wenn er sich ärgert wird er zum grünen Muskelprotz Hulk. Und just in dieser Zeit taucht sein Vater auf, von dessen Existenz er nichts gewusst hat. Brian will etwas von Bruce. Ebenso das Militär. Doch was?

Meinung von

Die eigentliche Comic-Story ist echt langweilig. Was kann schon an einem Typen toll sein, der zwar super-stark ist, aber blöd wie 'ne Sandale? Eben: Nicht sehr viel ... So ist es auch die Film-Story. Vom Hocker hat es mich jedenfalls nicht gehauen. Der Film plätschert so dahin. Die Effekte sind lala und die Musik geht einem mit der Zeit echt auf den Keks. Anfangs fand ich sie noch recht abwechslungsreich, aber dann ... Mann, ich kann dieses orientalische Gejaule nicht ab. Sorry.

Alleine für die Schnitttechnik vergebe ich einen Extra-Moviejunkie-Punkt, sonst wäre Hulk mit vier Moviejunkie-Punkten bestraft worden.

Eigentlich meine ich nicht den Schnitt. Die Überblendungen sollte ich lieber sagen. Der mehrgeteilte Screen unterstützt irgendwie den Comic-Charakter. Cool. (Das werden wir aber später in Nicht auflegen! auch noch sehen.)

Gut, lehnt man sich zurück und versucht etwas Sinn in dem Film zu sehen, dann beschreibt wohl folgende Szene am besten, was man dem Film noch abgewinnen kann: Hulk wurde vom Militär gejagt und ist in San Francisco angekommen. Seine alte Liebe Betty stellt sich ihm und er verwandelt sich wieder zu Bruce. Er meint noch, dass sie ihn gefunden hätte. Sie antwortet, dass das nicht gerade schwer gewesen wäre (bei der Spur, die er hinterlassen hat). Doch Bruce meint nur, dass sie ihn gefunden hätte. *hachschmacht*

Und wie schaut es mit einer Fortsetzung aus? Ich meine: X-Men wurde sehr zu meiner Freunde fortgesetzt. Und zwar echt klasse! Spider-Man ist auf drei Teile ausgelegt. Aber muss Hulk wirklich einen zweiten Teil haben? Der Schluss ist so offen gehalten, dass man damit rechnen kann. Ich hoffe mal, dass es keinen weiteren Teil davon gibt.

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