Filmplakat Transporter – The Mission
4,5/10

„Er ist nicht wirklich mein Freund. Er ist Franzose.“ (Transporter – The Mission, 2005)


Transporter – The Mission

Besprechung

Frank Martin (Jason Statham) hat es nach Miami verschlagen. Hier übernimmt er einen Aushilfsjob. Seit gut einem Monat kutschiert er die kleine Göre der Billings durch die Gegend. Eines Sonnabends soll der kleine Scheißer zu einem Routine-Check beim Arzt. Frank fährt ihn hin.

Doch böse Menschen haben von dem Termin mitbekommen und lauern dem Kleinen in der Praxis auf. Nicht, ohne vorher Arzt und Schwester kalt gemacht zu haben. Dem Racker soll etwas injiziert werden. Doch die Leute haben die Rechnung ohne Frank gemacht. Der Plan scheitert.

Also schickt der Oberbösewicht Gianni (Alessandro Gassman) seine leichtbekleidete und völlig durchgeknallte Helferin Lola (Kate Nauta) los, um Plan B in die Tat umzusetzen. Der Kleine wird entführt, Frank wird als Verdächtiger eingestuft.

Doch eine simple Entführung ist das alles nicht. Gianni plant etwas Größeres.

Meinung von

Muss man nicht unbedingt gesehen haben. Die Stunts sind nicht so spektakulär wie im ersten Teil, die Autofahrten (auch wenn ich da überhaupt nicht draufstehe) waren im ersten Teil ebenfalls besser. Transporter 2 hat eine Story, die aber etwas an der Umsetzung kränkelt. Auch sind die Figuren zu überzeichnet. Gianni als schmieriger Kartell-Handlanger ist da nur der Anfang. Am schlimmsten ist die Psycho-Schlampe Lola, die immer in Dessous herumläuft und uns allen ihre Magersucht präsentiert. Dabei ist sie nur am Rumballern mit ihren Maschinenpistolen. Die war echt ätzend die Tussi.

Neben einigen netten Sprüchen — viel wurde ja nicht gesprochen — und den wenigen netten Kampfszenen, gibt es noch den Lichtblick François Berléand als Franks Freund Tarconi, der französische Kommissar aus dem ersten Teil. Tarconi hatte noch die besten Sprüche und kam sehr sympathisch herüber.

Und noch ein Wort zu den Spacken hinter uns: Natürlich ist es nicht realistisch, wenn der Hauptdarsteller mit seinem Audi durch eine Mauer fährt und der Wagen keinen Kratzer hat. Natürlich ist es unrealistisch, wenn der Typ mit dem selben Wagen über eine Schräge fährt, damit er eine Bombe, die unter dem Auto angebracht ist, durch einen frei hängenden Anker abreißen lässt. Das ist ja auch ein Action-Film, der der Unterhaltung dient! Wenn ihr Realismus wollt, schaut Euch eine Dokumentatin an. Oder besser: Besorgt Euch ein eigenen Leben. Und nervt vor allem nicht im Kino herum.

Stichwort Wagen: Das Audi-Productplacement war schon etwas peinlich. Aber was soll's — im ersten Teil war es eine große Automarke aus Bayern ...

Fazit: Kann man sich anschauen, wenn man kurzweilige Unterhaltung haben möchte, auf Autos und Kampfszenen steht und nicht unbedingt eine Oscar-nominierte Story erwartet. Übrigens war ich zwischenzeitlich etwas verwirrt. Wieso spielen die im Transporter 2 die Titelmelodie aus Sin City? Trotzdem Danke für die Einladung. :-)

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