Filmplakat Star Trek II: Der Zorn des Khan
8/10

„Es ist sehr kalt im Weltraum.“ (Star Trek II: Der Zorn des Khan, 1982)


Star Trek II: Der Zorn des Khan

Besprechung

Admiral Kirk (William Shatner) ist eben noch auf einer Inspektion der Enterprise, die ein Schulschiff unter dem Kommando von Captain Spock (Leonard Nimoy) ist, da erreicht ihn ein aufgebrachter Anruf von der Forschungsstation Regula 1. Angeblich soll Kirk befohlen haben, dass Dr. Marcus (Bibi Besch) und ihr Team das Projekt Genesis abtreten soll. Kirk weiß von nichts und will der Sache auf den Grund gehen.

Tatsächlich steckt hinter dieser Aufforderung der genetisch aufgewertete Khan (Ricardo Montalban), den Kirk vor 15 Jahren mit der Botany Bay auf Ceti Alpha 6 abgesetzt hatte. Durch Zufall ist die USS Reliant auf den Schurken und seine Mannschaft gestoßen. Nun will Khan das Projekt Genesis haben und als Waffe einsetzen. Außerdem will er Rache an Kirk nehmen.

Als Kirk mit der Enterprise auf Regula 1 ankommt, müssen er und seine Crew eine schreckliche Entdeckung machen.

Meinung von

Jetzt geht's los, das Star Trek-Franchise. Nachdem mit Star Trek: Der Film bewiesen wurde, dass die Trekkies für Kirk und Co. ins Kino gehen wollen, ging man mit Der Zorn des Khan wieder zurück zu den Wurzeln der TV-Serie. War der erst Teil noch mit diesem leichten Esoterik-Geschmack behaftet, ist der zweite Teil beste Trekkie-Unterhaltung. Natürlich steht der Kapitän (auch wenn er bereits Admiral ist) der Enterprise im Mittelpunkt. Kirk ist alt, er hat einen langweiligen Job. Ihm fehlt - immer noch - seine Enterprise. Ein Hilferuf (von einer alten Flamme) und er springt sofort in den Kapitänssessel. So ist er nun einmal.

Ein Held ist nur so gut wie sein Gegner und schon in der TV-Serie war der charismatische Khan ein gefährlicher Gegner (Folge "Der schlafende Tiger", 1967). Nun hat Khan noch mehr Grund auf Kirk sauer zu sein. Da er hochintelligent ist, kann er sich auch einen wunderbar sinistren Plan einfallen lassen, wie er an seinen Erzfeind kommen kann.

Einer der größten Trekkie-Momente stammt aus Der Zorn des Khan, wenn Kirk voller Wut laut Khaaaaaaan! schreit, als dieser ihn auf einem Asteroiden zurücklässt. Immer wieder gerne zitiert.

Der Zorn des Khan ist actionreich und bringt richtig Spaß - bis auf den Schluss. Dass die Schreiber und der Regisseur Nicholas Meyer, dessen erster Film Flucht in die Zukunft und Der Fluch des Khan sein zweiter Film im Regiesessel war, Spock sterben lassen ... nicht gut!

Spocks Abgang war geplant. Leonard Nimoy hatte keine Lust mehr auf die Rolle des Vulkaniers. So wurde eine "Das Wohl von vielen wiegt schwerer als das Wohl von wenigen"-Philosophie herangezogen, um Spock im Finale des Films abtreten zu lassen. Die Fans waren aufgebracht und setzten alle möglichen Hebel ein, um das Studio zu verunsichern. Im Endeffekt hatte Der Zorn des Khan - mit dem Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry übrigens nicht sonderlich zufriedne war - aber einen großen Erfolg, so dass weitere Filme folgen sollten. Auch wieder mit Spock an Bord.

Fragt man einen Trekkie-Fan, wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit Der Zorn des Khan oder aber Der erste Kontakt als "bester Star Trek-Film" genannt bekommen. Durchaus mit Recht.

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