Filmplakat Sleepy Hollow
8/10

„Niederträchtigkeit trägt viele Masken, doch keine ist so gefährlich wie die Maske der Tugend.“ (Sleepy Hollow, 1999)


Sleepy Hollow

Besprechung

Constable Ichabod Crane (Johnny Depp) ist nicht gerade beliebt in seinem New Yorker Revier am Ende des 18. Jahrhunderts. Da trifft es sich doch gut, wenn man den Knilch “abschieben” kann. Also ab mit Ichabod ins verträumte Kaff Sleepy Hollow.

Hier kann der Constable sich austoben. Ein analytischer Mann, der auf dem neuesten Stand der Wissenschaft ist, steht vor dem Fall der drei geköpften Leichen. Bei allen fehlt das Haupt. Futsch. Keine Ahnung wo die hin sind.

Doch die Dorfbewohner wissen mehr. Der kopflose Reiter geht um und treibt sein Unwesen. Die Leichen gehen auf sein Konto. Ichabod glaubt nicht an Geister und Ghoule. Naja, bis er dem kopflosen Reiter von Angesicht zu … — ähh — Nicht-Angesicht steht.

Nebenbei verliebt sich der gute Ichabod noch in die junge Katarina Van Tassel (Christina Ricci), die aus dem Geschlecht derer stammt, das vom kopflosen Reiter bevorzugt wird …

Meinung von

Johnny Depp spielt einmal mehr seinen Part mit Hingabe. Zunächst der kühle, nüchterne Analytiker, der dem Geschwätz der Dorfbewohner nicht Glauben schenken will. Doch mehr und mehr bröckelt sein Weltbild.

Natürlich gewinnt der Film schon wegen Tim Burtons Bildsprache. Der Film kommt in Blautönen daher, da kann es einem schon davon gruseln. Bei einer Szene, ein Reiter aus dem Dorf reitet an einem Feld vorbei, musste ich sofort an Nightmare before Christmas denken. Auf dem Feld stand eine Vogelscheuche. Das konnte nur ein Hinweis auf Jack sein ... Sofort grinste ich wieder von einem Ohr zum anderen.

Die Story macht auch Sinn. Ich weiß es jetzt gar nicht: Basiert der Film nicht auf einer alten Geschichte? — Sleepy Hollow sollte man sich anschauen, wenn man Tim Burtons Filme und/oder Johnny Depp mag.

Ein Film von Meister Tim Burton ist für mich übrigens immer Grund ins Kino zu gehen. Jawollja.

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