Filmplakat Ritter aus Leidenschaft
8,5/10

„Das heißt Lanze! Hall-oh?“ (Ritter aus Leidenschaft, 2001)


Ritter aus Leidenschaft

Besprechung

Grundthema sind spielerische Lanzenkämpfe zwischen Rittern. Wir sehen drei Knappen, die gerade vor ihrem toten Herrn, Sir Hector, stehen. Der hat das Leben ausgeschissen. Blöde, habe die drei doch argen Hunger. Hätte Sir Hector gewonnen, hätte es auch etwas zu spachteln gegeben.

Also schlüft der Zottel-Knappe William Thatcher (Heath Ledger) in die olle Ritterrüstung. Darf er zwar nicht, weil kein blaues Blut in ihm schwappt. Aber Essen muss auf den Tisch. Gewonnen.

Jetzt überlegt William, als Ritter aufzutreten und damit “seine Sterne neu zu ordnen”. Gar nicht einmal wegen des Geldes. Auf dem Weg zu ihrem ersten Turnier treffen sie auf den Barden Geoffrey Chaucer (Paul Bettany), der William einen gefälschten Stammbaum schreibt und sein Herold wird. Und was für einer!

William bestreitet ein Turnier nach dem anderen, versucht das Herz einer Dame (Shannyn Sossamon) zu gewinnen und muss sich gegen einen bösen Ritter (Rufus Sewell) erwehren. Alles klassisch. Alles gut!

Meinung von

Cooles Teil! Ich muss sagen, dass ich richtig Bock auf einen schönen, klassischen Ritterfilm hatte. Wird ja auch nicht mehr allzu oft angeboten. Schnell erkennt man, dass Ritter aus Leidenschaft zwar lustig gemeint ist, sich dabei aber nicht über das Genre der Ritterfilme lustig macht. Sehr angenehm.

Schön, die Olle, die William anbetet ist pottenhässlich, aber etwas zum Meckern muss man ja auch noch haben. Keine großen Längen, keine großartigen Liebesszenen, cooler Soundtrack, stimmige Story, flotte Sprüche in rauhen Mengen. Anschauen.

Was ich ja nicht verstehe: Der Typ auf dem Plakat schaut so was von grimmig. Und hier finden sie es alle toll. Ich schaue auch so. Immer. Und bei mir sagen die Leute nur: Was'n Arsch. Seltsam, seltsam.

Oh, ehe ich es vergesse: Du blöde Kuh, die Du neben mir saßest: Du warst extrem nervig! — Ich hasse Leute, die alles kommentieren müssen. Ja, die Frau hatte hässliche Klamotten an. Und ja, auch die Frisuren waren übel. Aber deswegen musstest Du das doch nicht immerzu Deiner Begleitung (und dem Rest des Kinos) vorschnattern! Musste mal raus ... — Vielleicht liest die Frau das ja.

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