Filmplakat Resident Evil
5,5/10

„Ich möchte dich nur ungern erschießen. Die Kugeln brauch' ich noch.“ (Resident Evil, 2002)


Resident Evil

Besprechung

Alice (Milla Jovovich) wacht ohne Erinnerungen in einem leeren Herrenhaus auf. Beim Erkunden wird sie von dem Polizisten Matt (Eric Mabius) vor dem Übergriff einer maskierten Truppe gerettet. Die Elite-Truppe ist da, weil in einem geheimen Forschungslabor unter Raccoon City etwas Schreckliches passiert ist. Wie es scheint, ist der Hauptcomputer namens Red Queen (Michaela Dicker) Amok gelaufen und hat das gesamte Personal liquidiert. Die Truppe unter Anleitung von One (Colin Salmon) macht sich auf den Weg tief unter die Erde. Dabei stolpern sie noch über Spence (James Purefoy), der ebenfalls keine Erinnerungen mehr hat. One erklärt, dass Alice und Spence ein Paar spielten, das den Eingang zum Labor der übermächtigen Umbrella Coporation beschützen sollte.

In dem Labor angekommen, findet das Team zunächst niemanden. Der Versuch die Red Queen auszuschalten verläuft für so manches Mitglied der lustigen Truppe tödlich. Als der Computer-Spezialist Kaplan (Martin Crewes) es doch schafft, den Hauptcomputer auszuschalten, geht die Hölle erst richtig los.

Die Umbrella Coporation ist zwar für seine medizinischen Errungenschaften bekannt. Was niemand weiß, ist, dass die aber auch bangig rummachen mit Waffen und biologischer Kriegsführung, sowie Genmanipulation. Und genau das alles hat in diesem unterirdischen Labor stattgefunden. Was nun hinter den Übriggebliebenen her ist, ist nicht nett. Oh Nein.

Meinung von

Resident Evil basiert auf dem gleichnamigen Computerspiel. Regisseur Paul W.S. Anderson hatte sich einen Namen mit der Umsetzung von Mortal Kombat gemacht, den ich nicht gesehen habe. Aber ich sah Event Horizon – der echt grausam ist. Nicht grausam schlecht, sondern einfach nur grausam und gruselig. Das kann man von Resident Evil nicht unbedingt sagen. Das Einzige, was ich echt gruselig fand, sind die gehäuteten Dobermänner. Das haben sie gut hinbekommen. Die armen Hunde. :-(

Vielleicht ist der Streifen ja im Original besser, aber vor allem die Synchronisation, die platten Sprüche und auch die manchmal sichtbaren Unterschiede zwischen dem Gesagten und den Lippenbewegungen ist echt mies.

Wie in fast jedem zweiten Horrorfilm geht es auch in Resident Evil um Zombies. Wieder ist es ein Virus, diesmal von der bösen Umbrella Coporation entwickelt und von einem mysteriösen Attentäter freigelassen. Das Teil ist äußerst aggressiv, mutiert und ist im Grunde ein "Totes-Gewebe-Reanimierungs-Virus". Also jeder, der tot ist, wird zum Leben erweckt. Wobei das Teil sogar noch mehr kann. Die Umbrella Corporation hat noch ganz andere Dinge gezüchtet. Nach außen immer nett und tolle Sachen verkaufen, aber viele hundert Meter unter der Erde fiese Genexperimente machen. Das haben wir gerne.

Die Corporation hat ganz lustige Experimente mit dem Virus gemacht und ndash; zumindest ndash; ein echt gemeines Wesen gezüchtet. Natürlich wird das freigelassen. Sobald sich das von etwas ernährt, nimmt es die frische DNA auf und mutiert. Guten Appetit!

Der Film hat ein paar nette Ideen, wobei wohl so einiges aus dem Videospiel stammen dürfte. Anderson wollte dicht am Spiel bleiben. Milla Jovovich hat mit ihrer Rolle als Alice eine Leinwand-Ikone geboren, die noch in fünf weiteren Filmen auftauchen sollte. Im ersten Teil ist sie noch recht passiv, muss ihre Kräfte erst entdecken. Die richtige Bad-Ass-Manier kommt dann später im Franchise.

Wenn die Elitetruppe mit ihren Gefangenen ins Innere des Hives fährt, machen sie das mit einer Bahn. Der Ort, an dem sie ankommen ist eine durchaus imposante Kulisse. Das fiel mir beim Schauen auf. Später erfuhr ich, dass das der Rohbau der U-Bahnstation unter dem Berliner Reichstag ist. Wo Böses gedeiht …

Also: Neben beschissener Synchronisation haben wir maues Schauspiel und einen echt miesen Soundtrack. Die Geräuschkulisse, die als musikalische Untermalung verkauft wird, ist für'n Arsch. Boah nervt die!

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