Filmplakat Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen
4,5/10

„Ich pack nur schnell meine Sachen und bezahl meine Unfallversicherung.“ (Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen, 2013)


Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen

Besprechung

Um das Camp der Halbgötter besteht ein Schutzschild, der jedoch durch einen internen Anschlag geschwächt ist. Dadurch drohen Zyklopen und andere Feinde der Götter und Halbgötter ins Camp einzudringen. Eine Lösung muss her – und zwar schnell. Annabeth (Alexandra Daddario) kommt auf die Idee, das Goldene Fließ zu besorgen, da es jedes Lebewesen zu heilen vermag, so auch den Baum, der für den Schutzschild zuständig ist.

Die Tochter von Ares, Clarisse (Leven Rambin), wird mit der Aufgabe betraut. Doch auch Percy Jackson (Logan Lerman), der mit seiner Rolle als Sohn des Poseidon immer noch hadert, macht sich ebenfalls auf den Weg. Zusammen mit Annabeth, dem Satyr Grover (Bradon T. Jackson) und Percys Halbbruder Tyson (Douglas Smith), der ein Zyklop ist, macht sich der einstige Retter des Olymp ebenfalls auf den Weg zum Meer der Ungeheuer, oder wie man den Flecken auch nennt: das Bermuda-Dreieck.

Der Verräter in den eigenen Reihen ist Hermes’ Sohn Luke (Jake Abel), der Chronos auferstehen lassen will, um den verhassten Olymp zu zerstören. Der Obertitan Chronos wurde einst von den drei großen Göttern Zeus, Hades und Poseidon besiegt. Da Luke einen ungeheuren Hass auf seinen Göttervater Hermes (Nathan Fillion) hat, gibt sich Luke auch mit nichts Geringerem als der Zerstörung des Olymp – und nebenbei der gesamten Welt – zufrieden. Das müssen Percy und seine Freunde verhindern.

Meinung von

Der zweite Film nach der Buchreihe von Rick Riordan. Percy Jackson - Diebe im Olymp scheint genug Geld abgeworfen zu haben, so dass man eine Fortsetzung filmte. Allerdings hat es nicht gereicht, den gesamten Cast-Stab zu halten. So ist Pierce Brosnan in weiser Voraussicht ausgestiegen. Seinen Part als Zentaur Chiron hat Buffy-Urgestein Anthony Head übernommen. Irgendwas britisches brauchte man wohl ...

In Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen haben wir erneut das Thema der Götterväter, die ihre Kinder im Stich gelassen haben. Hinzu kommt Percys Zweifel, ob er wirklich eine wichtige Rolle spielt, oder ob sein Erfolg in seinem ersten Abenteuer nur ein Glücksfall war. Da kommt eine Prophezeiung hinzu, die vage davon spricht, dass ein Abkömmling der großen drei Götter für den Fall oder den Glanz des Olymps verantwortlich sei. Da Percy als Sohn des Poseidon der einzige Abkömmling eines der großen Götter ist, schultert das eine große Last auf den jungen Mann. Doch mit Tyson, der ebenfalls ein Abkömmling von Poseidon – allerdings mit einer Nymphe – ist, kommt ein neues Element in die Geschichte. Tyson wirkt jedoch alles andere als gefährlich, auch wenn Annabeth einen Hass auf alle Zyklopen hat.

Die Geschichte vermischt erneut die alten griechischen Motive mit der Neuzeit. Und das noch nicht einmal schlecht. Dennoch kommt Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen eher als eine billige Disney-Teenie-Komödie fürs Fernsehen daher. Die Tricks, besonders das Zyklopenauge von Tyson, kommen sehr piefig daher.

Die Percy Jackson-Reihe – sofern es eine Reihe wird – ist keine Konkurrenz zur Harry Potter-Reihe. Es fehlt die Liebe zum Film, die Effekte und auch die schauspielerischen Leistungen lassen etwas zu wünschen übrig. Jake Abel als Luke ist ein kleines Jüngelchen mit zu großen Schneidezähnen. Dem nehme ich nicht ab, dass er böse ist. Logan Lerman lässt ebenfalls Tiefe missen. So kann man sich Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen anschauen, wenn wirklich nichts anderes anliegt und man sonst Streichholz-Häuser bauen würde. Aber anschauen müssen muss man ihn nicht.

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