Filmplakat Nachts im Museum
7/10

„Wenn ich ein Problem mit jemandem habe, dann pisse ich nicht auf ihn.“ (Nachts im Museum, 2006)


Nachts im Museum

Besprechung

Larry Daley (Ben Stiller) ist ein Mensch mit blühender Fantasie, einer Scheidung, einem Kind, das lieber Wertpapier-Makler werden will, weil der Neue von Mama das will und dem Problem, einen Job zu behalten. Als seine Ex ihm andeutet, dass es wohl das Beste für den gemeinsamen Filius sei, dass Larry den Sohnemann erst einmal nicht mehr sähe, muss Larry den nächstbesten Job annehmen.

Er landet als Nachtwächter im Naturkundemuseum. Die suchen einen neuen Wächter, weil sie sparen müssen. Keiner will mehr ins Museum, also sollen die drei tatterigen Alt-Wachmänner entlassen werden. Der fröhliche Cecil (Dick Van Dyke) ist sich sicher, dass Larry der Richtige für diesen Job ist. Beim Abschied gibt er ihm noch eine Gebrauchsanweisung, damit er den Job auch bloß überlebt. — Was kann an dem Job schon gefährlich sein?

In diesem Museum: Einiges! Jede Nacht werden die Ausstellungsstücke lebendig. Wie geht man also mit einem T-Rex-Skelett, Attila dem Hunnen oder einem kleinen Kapuziner-Äffchen um? Das muss Larry ebenso herausfinden, wie auch die Tatsache, dass man nicht alles, was schwierig ist, gleich hinschmeißen soll. Diese Lektion hat ihm Teddy Roosevelt (Robin Williams) beigebracht … Schließlich muss sich Larry noch mit dem “wortgewandten” Museums-Chef plagen. Wie erklärt man z.B., dass die Neandertaler Löschschaum im Gesicht haben?

Meinung von

Eine nette kleine Komödie um Verantwortung und Mut. Nachts im Museum fängt etwas schleppend an, so dass ich schon Befürchtungen hatte, am Ende des Films von Pite einen auf den Deckel zu bekommen. Aber sobald Larry den Job angenommen hat und die erste Nacht angebrochen ist, wird der Film lustig. Einige sehr schöne Lacher dabei, Bösewichte gibt es ebenso, wie Helden. Auch wenn diese sehr klein sind ...

Einziger Wermutstropfen war, dass wir in der 12h-Vorstellung an einem Sonntag den Film sahen: Kinderalarm! Kinder lachen an anderen Stellen als ich und meistens auch hysterischer als ich. Hielt sich aber zum Glück alles noch in Grenzen. Bei der Aktion musste ich übrigens die Erfahrung machen, dass Popcorn-Geruch um 12h mittags echt eklig ist. Gewundert habe ich mich ganz kräftig über die Mutter, die mit ihren drei kleinen Töchtern neben mir saß. Meine Herren, noch nie habe ich jemanden während eines Films so oft Scheiße! sagen gehört. Und die Kinder haben es ihr dann irgendwann nachgeplappert ...

Unterm Strich kann man sich Nachts im Museum gerne anschauen, wenn er dann irgendwann mal im Nachmittagsprogramm läuft. Wie gesagt: Kein Film, den man gesehen haben muss — es schadet aber auch nicht. Da kenne ich ganz andere Filme.

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