Filmplakat Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf
6/10

„Wer ist der glückliche und bald tote Schwiegersohn?“ (Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf, 1998)


Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf

Besprechung

Bei einem nächtlichen Angelausflug werden Murtaugh (Danny Glover) und Riggs (Mel Gibson) beinahe von einem chinesischen Schiff gerammt. Als Polizisten versuchen sie Kontakt aufzunehmen, plötzlich wird auf sie geschossen. So geraten die beiden Seargants in die Machenschaften eines chinesischen Menschenhändlers. Da ein Passagier zur Abschreckung erschossen wurde, ermittelt das chaotische Team in diesem Fall. Den beiden Freunden schließt sich der überfreundliche, junge Polizist Butters (Chris Rock) an. Zu Murtaugh ist der Mann besonders nett.

Die Spur führt zu Onkel Benny (Kim Chan), einem alten Bekannten von Murtaugh und Riggs. Bei einem Besuch in dessen Restaurant stoßen die Cops über den unheimlichen Wah Sing Ku (Jet Li), vor dem sogar Onkel Benny Angst hat.

Auf dem Schiff, das Riggs und Murtaugh aufgebracht haben, war etwas, dass Wah Sing Ku unbedingt braucht, um einen delikaten Deal über die Bühne zu bringen. Also greift der Chinese Murtaugh und seine Familie an.

Meinung von

Wir hatten zweimal Drogen-, einmal Waffen- und nun Menschenhandel. Okay, der Menschenhandel in Lethal Weapon 4 ist "aus Gründen", wie die Kinder heute sagen. Wah Sing Ku (Jet Li) ist Mitglied der chinesischen Mafia und will vier Oberhäupter der Mafia freikaufen. Dafür bedient er sich einer List, für die er den Menschentransport auf dem Schiff organisiert, auf das Riggs und Murtaugh stoßen.

Die Geschichte ist also gar nicht so dumm. Zunächst etwas undurchsichtig, aber weiß man erst einmal, worum es geht, merkt man, dass die Story durchdacht ist. Es gibt einige coole Actionszenen (z.B. die Verfolgungsjagd mit dem Haus auf der Autobahn) und wie gewohnt lustige Sprüche. Aber vielleicht ist genau das der Knackpunkt: es ist alles wie gewohnt. Die mittlerweile vierte Installation des Buddy-Cop-Themas wirkt etwas ermüdend.

Dann haben sie — wie schon beim dritten Teil — noch eine Figur oben drauf gesetzt. Diesmal der schleimige und überaus eifrige Chris Rock. Noch mehr Zusatzcharaktere wären der Tod.

Positiv — wenn auch traurig —: Riggs, der Draufgänger der ersten drei Filme, kann sich auch nicht vor der Zeit verstecken. Der "Ich laufe hinter Autos her"-Cop kann all diese Stunts nicht mehr so ohne weiteres machen. Auch Riggs wird alt und merkt die Zipperleins. Hier wird das Franchise von der Realität eingeholt.

Für den Chinesen Jet Li war Lethal Weapon 4 — behaupte ich mal — der Durchbruch im amerikanischen Actionfilm-Geschäft.

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