Filmplakat Lethal Weapon 2
8/10

„Ein Schwarzer und ein Spinner sind immer die Gewinner.“ (Lethal Weapon 2, 1989)


Lethal Weapon 2

Besprechung

Was eine normale Verfolgungsjagd war, endet in Chaos für L.A. An dem Schlamassel beteiligt sind natürlich die Polizisten Martin Riggs (Mel Gibson) und Roger Murtaugh (Danny Glover). Am Ende der Jagd stehen die beiden Cops vor einem Haufen verbotener Krugerrand. Über eine Million Dollar in verbotenem Goldgeld mitten in L.A.

Nicht amüsiert über den Verlust, ist Arjen Rudd (Joss Auckland), der seine Männer unter der Führung von Pieter Vorstedt (Derrick O’Connor) auf Murtaugh ansetzt.

Das bringt die Polizei von L.A. in Rage. Riggs und Murtaugh werden auf einen anderen Fall angesetzt. Leo Getz (Joe Pesci) ist Kronzeuge und soll beschützt werden, als ein Mann in Leos Hotelzimmer auftaucht und Getz umbringen will. Die beiden Polizisten werden neugierig. Es stellt sich heraus, dass der quirlige Getz böse Jungs beim Geldwaschen ihres Drogengelds geholfen hat. Dabei steckte er sich jedoch selber immer wieder etwas Geld ein – was die Bösewichte gar nicht lustig fanden.

Wie es der Zufall will, treffen Riggs und Murtaugh bei ihren Ermittlungen im nicht geglückten Getz-Mordsfall auf Rudd und Co.

Meinung von

Lethal Weapon hatte einen großen Erfolg, da war klar, dass es eine Fortsetzung geben musste. Regisseur Richard Donner ist ein so erfahrener Filmemacher, dass er zum Glück nicht den Fehler machte, der so gern ebei Fortsetzungen gemacht wird: Donner nahm nicht einfach alles, was im ersten Teil gut war und potenzier es ins Unerträgliche. Das ist der Grund, warum so viele zweiten Teile so schlecht sind. Lethal Weapon 2 ist gut.

Wir fangen gleich mit einer rasanten Verfolgungsjagd an, werden sofort mitten in die Action geschmissen. Es gibt Blechschäden, Kugeln fliegen durch die Luft, Explosionen, Hubschrauber, Mel Gibson zu Fuß - alles da.

Diesmal wird die Familie von Roger Murtaugh noch mehr in den Mittelpunkt gestellt, was den Film "menschlicher" macht, nicht nur ein reines Actiongewitter mit lustigen Sprüchen.

Man lernt noch mehr über Riggs verstorbene Ehefrau kennen und über sein Liebesleben. Mittlerweile ist Riggs nicht mehr so selbstzerstörerisch wie im ersten Teil. Die Partnerschaft mit Murtaugh hat ihm gut getan.

Beim ersten Mal Anschauen, fiel Joe Pesci unangenehm auf. Sein ewig "Okay? Okay?" rufender Leo Getz ist nervig. Zum Glück bekommt er von Riggs und Murtaugh oft genug den Mund verboten. Theoretisch hätte man ihn nicht als komische Nummer gebraucht, aber das ist nun einmal so bei Fortsetzungen, es muss noch einer draufgesetzt werden. Man gewöhnt sich aber an Leo.

Die Geschichte ist solide, die Action reichhaltig, ebenso die lockeren Sprüche. Über 100 Minuten (es gibt mehrere Schnittvarianten) gute, sorglose Unterhaltung. Was will man mehr?

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