Filmplakat Lethal Weapon
7,5/10

„Ich bin zu alt für so eine Scheiße ...“ (Lethal Weapon, 1987)


Lethal Weapon

Besprechung

Martin Riggs (Mel Gibson) ist Polizist und nachdem seine Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist, auch suizidgefährdet. Er schießt wild um sich und im Endeffekt, ist es ihm egal, ob man ihn über den Haufen schießt. Niemand will mit ihm arbeiten, so wird er vom Rauschgiftsdezernat versetzt und soll mit dem gerade 50 Jahre alt gewordenen Sgt. Roger Murtaugh (Danny Glover) an einem Fall arbeiten. Eine junge Frau, zugekokst bis unter die Haarspitzen, ist aus einem Hochhaus in L.A. gesprungen. Murtaugh kennt den Vater, Michael Hunsaker (Tom Atkins),wie sich später herausstellt.

Während Murtaugh nur heil bis zur Rente kommen und in Frieden mit seiner Familie leben will, macht ihm der draufgängerische, verrückte Riggs Angst. Was wenn der durchdreht und den mehrfachen Familienvater mit ins Verderben zieht?

Zusammen geht das ungleiche Paar einer sehr dünnen Spur nach, die sich aber als heiß entpuppt. Der Vater der ums Leben gekommenen jungen Frau hat seine Hände in ganz dunklen Geschäften stecken. Geschäfte, die bis nach Vietnam zurückreichen.

Riggs und Murtaugh piksen in ein Wespennest, was dazu führt, dass sie sich (und Murtaughs Familie) in riesige Gefahr bringen.

Meinung von

Ein Klassiker des Buddy-Action-Films. Ein Prototyp für die Action-Komödien der späten 1980er Jahre. Und auch heute sind der Witz, das Tempo und die Charaktere absolut überzeugend. Lethal Weapon bringt Spaß, hat eine gute Hintergrundgeschichte, also nicht ein dünnes Fädchen, um das ein paar dumme Witze gesponnen sind.

Mit Lethal Weapon startete eine äußerst erfolgreiche Serie von Action-Komödie, die noch drei Folgefilme nach sich ziehen sollte. Mel Gibson, damals noch nicht skandalgeschüttelt, ist der quirlige Cop, der tiefe psychologische Probleme hat. Die Polizei-Psychologin (Mary Ellen Trainor) hält ihn auch für eine Gefahr.

Danny Glover war damals nicht 50, sondern tatsächlich 40 Jahre alt. Aber er spielt den gealterten Familienvater sehr überzeugend. Zusammen ergibt das ein ungleiches Paar. Zusammenraufen müssen die sich nicht. Es ist nicht so, wie in anderen Buddy-Filmen, wo von Anfang an Antipathie herrscht und man sich zunächst bekämpft. Riggs ist alles egal und Murtaugh ist ängstlich ob des gefährlichen, neuen Partners. Man muss sich nicht zusammenraufen, aber man muss sich erst einmal kennenlernen. Wir sehen, wie eine Bande aufgebaut wird.

Lethal Weapon kann man sich immer wieder anschauen. Einfach weil er solide und gut ist. Abgesehen davon, ist Danny Glovers Spruch, wonach er zu alt für die Scheiße sei, mittlerweile ein echter Klassiker.

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