Filmplakat I, Robot
8,5/10

„Wissen sie: 'Ich habe es ihnen doch gesagt' trifft es irgendwie nicht.“ (I, Robot, 2004)


I, Robot

Besprechung

Chicago im Jahre 2035. Die Welt ist friedlich, sauber und alle sind zufrieden. Die Drecksarbeiten haben die Roboter von der Firma USR übernommen. Sie führen die Köter aus, sind Müllmänner und tragen die Einkaufstüten. Die perfekten Helfer. Doch nicht alle sind freundlich auf die Roboter zu sprechen. Der Cop Del Spooner (Will Smith) ist – wie es scheint – der Einzige, der den Blechköppen misstraut.

Eines Tages wird er zu USR gerufen. Der Erfinder der Robotik, Dr. Alfred Lanning (James Cromwell), ist tot. Matsch im Foyer. Angeblich soll er aus dem x-ten Stock des Gebäudes gesprungen sein. Selbstmord. Ganz klar. Zur Aufklärung der Umstände bekommt Spooner die Wissenschaftlerin Susan Calvin (Bridget Moynahan) an die Hand gegeben. Spooner glaubt nicht an die Selbstmord-Theorie. Und tatsächlich hat sich im Labor des Doktors ein NS-5 versteckt, die neueste Generation von Robotern. Spooner ist sich sicher, dass “Sonny”, wie sich der Roboter selber nennt, der Mörder ist. Doch kann das gehen? Schließlich unterliegen alle Roboter den drei Gesetzen der Robotik (die ich an dieser Stelle nicht noch einmal auswalzen will – sucht selber…). Töten ist also nicht drin.

Doch Spooner bleibt bei seiner Behauptung. Und schon passieren seltsame Dinge – wie Mordanschläge auf seine Person. War es doch Sonny? Und wenn ja, was passiert, wenn in ein paar Tagen die NS-5s ausgeliefert werden? Jeder fünfte Mensch wird einen solchen Roboter haben. Alles Mörder?

Meinung von

Schönes Teil! Auch wenn ich mir manchmal vorkam, als säße ich in einem Computerspiel – ein Overkill an Computertechnik – hat der Streifen doch durchaus eine intelligente Handlung. Der Verstorbene hat Spooner zu Lebzeiten eine Reihe von Hinweisen hinterlassen, die auf den wahren Kopf hinter der ganzen Roboter-Angelegenheit steckt. Somit haben wir – das wurde mir erst im Nachhinein so richtig bewusst – auch eine schöne Detektivstory.

I, Robot weist viele zitatwürdige Sprüche auf, die von Will Smith sehr schön gebracht werden. Pluspunkt. Auch fällt einem beim Sehen des Films so manches Filmzitat auf. Da haben wir z.B. Star Wars (der echte Teil!), Terminator 2, Spider-Man oder Matrix. Dabei sind sie nicht plump, sondern eher als liebe Erinnerungen oder Huldigungen zu verstehen. Und dann natürlich – nicht zu vergessen – das monströse Produkt-Placement für Audi. *tsts*

Unterm Strich also: Gute SciFi-Unterhaltung gemischt mit Detektiv-Geschichte, Sozialkritik (bestimmt irgendwo...) und Action kommt auch nicht zu kurz. Ja, ich kann mich sogar dazu durchringen und diesen Film empfehlen. Zumindest soll es nicht Euer Schaden sein, wenn Ihr den Film seht.

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