Filmplakat Hangover
9,5/10

„Gott, der ist ja der reinste Gremlin. - Mit Gebrauchsanweisung.“ (Hangover, 2009)


Hangover

Besprechung

Doug (Justin Bartha) will heiraten. Und was macht man vor einer Hochzeit? Genau: einen mega-monster-mäßigen Junggesellenabschied. Wo? Natürlich in Las Vegas! Also fahren Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms) und Doug in die Stadt der Lichter. Im Schlepptau haben sie den etwas sonderbaren Schwager in Spe, Alan (Zach Galifianakis).

Der Abend kommt, man stößt über den Dächern von Las Vegas auf den Junggesellenabend an – und wacht am nächsten Morgen in einem völlig zerstörten Hotelzimmer auf. Niemand kann sich an den Abend zuvor erinnern. Und wo ist bloß der Bräutigam hin?

Die drei Übergebliebenen müssen Doug finden. Das macht man am besten, in dem man seine Spuren zurückverfolgt. Wieso war Phil im Krankenhaus? Wie kommt es, dass Stu ein Zahn fehlt? Wo kommt der Tiger im Badezimmer her? Und was macht das Baby im Schrank?

Diesen und weiteren wilden Fragen gehen die drei Freunde nach. Dabei treffen sie auf seltsame Gesellen, wie z.B. Mike Tyson oder einen nackten Japaner im Kofferraum. Langsam, gaaaanz langsam kommt ein Bild der vergangenen Nacht zusammen. Und das Bild ist nicht schön.

Meinung von

Sorry, aber ich muss es sagen: einer meiner Lieblingsfilme 2009! Ich habe mich königlich amüsiert. Hangover sprüht nur so vor verrückter Ideen. An manchen Stellen wird der Film zotig - aber das muss er auch. Schon mal drei Männer alleine in einen Raum gesteckt? Das wird immer zotig. ;-)

Im Grunde ist der Film natürlich einfach gestrickt. Wir haben ganz bestimmte Charaktere: den Sunnyboy Phil, den von seiner Freundin unterdrückten Stu und den wirklich seltsamen Alan, der auch mal alte Pizza aus der Sofaritze pult und sie isst. Nebenbei werden noch weitere, liebenswerte Charaktere eingebracht. Das ganze wird mit vielen, vielen wirklich verrückten Ideen verquirlt und heraus kommt eine herrliche, aber deftige, Komödie.

Selbstredend hat man sich nach dem Streifen mit anderen Kinogängern ausgetauscht. Jeder hatte seine Lieblingsszenen. Da blieb eine Menge haften von Hangover. Bei mir kam dann noch die Vermutung auf, dass es sich hierbei eher um einen Männerfilm handelt. Frauen sind bestimmt auch "anders", wenn man sie auf einen Haufen wirft, aber eben nicht so, wie Männer, die sich hier mächtig amüsieren können. Wenn sie nicht alles zu ernst nehmen — versteht sich.

Wer sich über Männer amüsieren kann, die einen alkoholbedingten Filmriss haben und diesen versuchen zu kitten, ist in dieser völlig durchgeknallten Komödie bestens aufgehoben.

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