Filmplakat Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia
6,5/10

„I am 1.300 years older than you.“ (Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia, 2008)


Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia

Besprechung

Die Pevensie-Geschwister sind zurück in England und langweilen sich. Peter (William Moseley) fängt oft Streit an, immerhin war er mal König. Wenn auch woanders.

Derweil sind in Narnia viele hundert Jahre ins Land gegangen. Die Pevensie-Geschwister sind als die Könige von ehemals in die Geschichte eingegangen. Menschen haben sich breit gemacht und die fabelhaften Wesen Narnias verdrängt. Prinz Kaspian (Ben Barnes) muss fliehen, als seine Tante einen Jungen gebärt. Sein hinterhältiger und böser Onkel Miraz (Sergio Castellitto) will die Macht an sich reißen und schickt seinen General Glozelle (Pierfrancesco Favino), um Kaspian zu töten. Doch Kaspians alter Lehrer Cornelius (Vincent Grass) hilft ihm zu fliehen. Dabei gibt er dem jungen Prinzen ein Horn mit auf den Weg, das er nur in höchster Not benutzen soll.

Kaspian, auf der Flucht vor Glozelle und seinen Mannen, flieht in einen verbotenen Wald und gerät schnell in eine so brenzlige Situation, sodass er das Horn bläst — und damit die vier jungen Briten nach Narnia holt.

Königsgeschlecht von ehemals trifft auf neue Herrscherklasse. Ob das gut geht? Es müssen viele neue Bündnisse eingegangen werden. So kämpft Kaspian schließlich mit den Narnianern, die eigentlich als ausgestorben galten, Seite an Seite gegen seinen machthungrigen Onkel.

Meinung von

Den Streifen sahen wir in der Lehrer-Vorführung im UCI Mundsburg. An sich ja nett, aber der Film lief im Original. Ist im Grunde auch nicht schlimm, aber ich hatte dennoch meine Schwierigkeiten. Immerhin ist der Großteil der Schauspieler nicht englisch. Onkel und General sind Italiener und entsprechend akzentbehaftet ist deren Aussprache. Ich war doch sehr verwundert.

Die Geschichte ist solide. Eine klassische Prinz-gegen-böser-Onkel-Geschichte. Hinzu kommt die Verbrüderung mit und Anerkennung von den alten Narnianer. Man lernt, wie unterschiedlich die Wesen doch auch sein mögen, man kann für ein und die selbe Sache kämpfen.

Schlüsselrolle hat auch diesmal die kleine Lucy (Georgie Henley), die die Einzige ist, die an Aslan glaubt. Der weise Löwe, der ihnen schon im ersten Teil geholfen hat, hält sich hier sehr zurück und bleibt lange Zeit ein Mysterium. Doch der Glaube Lucys ist wichtig und so kommt der Löwe zum Schluss doch noch den Narnianern im Kampf gegen die Menschen zur Hilfe. Alles ziemlich Schwarz-Weiß, wenn man mich fragt.

Die Computeranimationen sind in Ordnung. Im ersten Teil gab es die zwar auch schon, aber in Prinz Kaspian von Narnia setzen sie mehr auf Massen, die aus dem Computer kommen. Leider sieht man das nur allzu oft. Und was sollte das mit den laufenden Bäumen, die den Narnianern zur Hilfe kommen? Oder der Fluss, der sich selbstständig macht und die Bösen fortspült? Das haben wir doch alles schon in Herr der Ringe gesehen! Buuhhh.

Wer die Bücher mag und voll darauf abfährt, der darf sich den Film anschauen. Muss man aber — ehrlich gesagt — nicht gesehen haben.

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