Filmplakat Das Bourne Ultimatum
6/10

„Alle Agenten haben die Freigabe sofort zu schießen.“ (Das Bourne Ultimatum, 2007)


Das Bourne Ultimatum

Besprechung

Jason Bourne (Matt Damon) kommt langsam hinter das Geheimnis seiner wahren Identität und seiner Herkunft. Leicht wird ihm das nicht gemacht. Der CIA-Direktor (Scott Glenn) und sein Vize (David Strathairn) machen ihm das Leben mittlerweile sehr schwer. Die Beiden fürchten Bourne geradezu und setzen alles daran, dass Bourne seinem Ziel nicht nahe kommt.

Die CIA wird durch ein abgehörtes Telefonat auf den Journalisten Simon Ross (Paddy Considine) aufmerksam. Das Wort Blackbriar ist der Schlüssel, schon macht sich die CIA auf den Weg, um den Mann in London zu beschatten. Bourne will von dem Reporter Informationen haben und trifft sich mit ihm. So werden die CIA-Bosse auf Bourne wieder aufmerksam. Es werden Auftragskiller ausgesendet.

Bournes nächste Spur führt ihn nach Madrid, wo er wieder auf Nicky Parsons (Julia Stiles) trifft, die ihm von dort an hilft.

Meinung von

Ach ja, da war doch etwas. Schnell wurde mir wieder (schmerzlich) ins Bewusstsein gerückt, warum ich die beiden vorherigen Bourne-Filme nicht so sehr mochte. Diese wild zappelnde, nie zur Ruhe kommende Kamera ist nur Brechreiz fördernd. Geht gar nicht. Ich habe zwischenzeitlich die Augen geschlossen. Es gibt Szenen, da erkennt man gar nichts mehr. Eine Kampfszene in Marokko ist so wild, dass ich wirklich nicht mehr wusste, wer wen schlägt, wer gerade im Vor- und wer im Nachteil war. Oder die große Autoverfolgungsszene: ein einziges Wischiwaschi. Sehr schade! :-(

Ansonsten hätte der Streifen mehr Punkte bekommen. Die Geschichte ist gut, hat eine nette Wendung (die mich allerdings arg an Logan/Wolverin von den X-Men erinnerte) und Matt Damon ist als Agent ohne Erinnerung sehr gut. Überhaupt ist die Figur auch eine sehr schöne. Hart und seinen Gegnern immer zwei Schritte voraus. Dabei keine dumme Sprüche oder Frauengeschichten auf Lager, aber deswegen auch nicht ein todernster und innerlich gebrochener Mann. Gerade seine Überlegenheit seinen Feinden gegenüber macht ihn so interessant und cool.

Wenn bloß diese Alkoholiker-Kamerafahrt nicht wäre, dann würde ich den Film jedem Fan des Action-Genres wärmstens ans Herz legen wollen. Aber so muss ich warnen, dass der Streifen epileptische Anfälle verursachen kann. Schade. Ein wenig Abstand und eine ruhige Kamera hätten dem Streifen sehr gut getan.

Zur Abrundung der Bourne-Reihe ist der Film jedoch unbedingt anzusehen. Also Zähne zusammengebissen und durch.

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