Filmplakat Clerks – Die Ladenhüter
10/10

„This job would be great if it wasn't for the fucking customers.“ (Clerks – Die Ladenhüter, 1994)


Clerks – Die Ladenhüter

Besprechung

Schwarz-weiß. Ein Wecker klingelt und die Hauptfigur purzelt aus dem Wandschrank raus. Guten Morgen! Es heißt: Arbeiten! O.K., Dante (Brian O’Halloran) ist zwar heute nicht dran, aber er springt ein. Wir sind im Leben von Dante. Und es ist ein Scheiß-Leben! Das weiß er, und das bekommt der Zuschauer auch schnell mit. Im Grunde handelt der Film nur davon, wie bescheuert es ist, in einem kleinen Laden zu arbeiten. Nur blöde, verrückte Kunden. Zu allem Übel ist der beste Freund, Randal (Jeff Anderson), gleich nebenan in der Videothek angestellt und kommt immer wieder rüber, um zu philosophieren. Dann gibts noch die Freundin Veronica (Marilyn Ghigliotti), die Dante immer dazu bringen möchte, doch endlich etwas aus seinem Leben zu machen.

Als ob das so einfach wäre! Highlights sind das Hockey-Spiel auf dem Dach vom Laden, die Fahrt zur Beerdigung einer Freundin, der Mann auf der Toilette und natürlich die 37! — Ein Film, wie aus dem Leben gefilmt. Auch wenn man’s nicht wahrhaben möchte. Aber so isses! Yepp!

Der Film ist so skurril, dass man ihn sich unbedingt anschauen muss! Es gibt keine großen Explosionen, keine Verfolgungsjagden … — Die gibt es ja im “echten” Leben auch nicht. Oder?

Meinung von

Kevin Smiths erstes Kind. Und es ist gleich propper geraten! Yes, Sir! In seinem Erstlingswerk greift Smith schon ein Thema auf, das jeder irgendwann einmal erlebt hat ...— Kein Bock auf Schule, stattdessen ein mieser Job, auf den man aber auch keinen Bock hat. Also, was tun ...?

Wie, das kennt nicht jeder? Uupps, sollte es nur wieder mir so ergangen sein? Shit! Naja, ich bin mit Dante in schlechter Gesellschaft. Wenigstens einer ...

Ansonsten gilt: Extra-Klasse! Ja, was soll ich sonst dazu sagen? Ich habe sogar später noch einmal das Buch gelesen (Ja, ich kann lesen. Danke! :-P ) und habe mich dabei erneut fast eingenässt! Der Film ist ruhig. Aber nie langweilig! Es ist ein Film, der, wie alle Smith-Filme, von den Dialogen lebt. Und die sind so echt ... — Herrlich.

Und schon im ersten Film tauchen die "Super-Helden" Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith himself) auf. Hier sind sie noch echt krass drauf. Jay ist nur am Fluchen, Dealen und auf der Suche nach Frauen. Also wie immer ... :-)

Interessant: In den Credits am Ende des Films heißt es, dass Jay und Silent Bob in Dogma wieder zu sehen sind. Zwischen Clerks und Dogma liegen allerdings fünf Jahre und zwei Filme. Soll heißen: Kevin Smith ist ein Visionär! Der Mann hat seine ganze Film-Geschichte schon im Kopp. Irrsinn!

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