Filmplakat Dogma
10/10

„That Nigga owes me ten bucks ...“ (Dogma, 1999)


Dogma

Besprechung

Es ist leider schon sooo lange her, dass ich den Film im Kino gesehen habe. Ich glaube, es war ein Trailer, der mich auf den Film aufmerksam gemacht hat. Warum sollte man in so einen No-Name-Film gehen? Ich habe die Wahl jedenfalls nicht bereut! Zusammen mit Thorsten rein ins Grindel. Schon bei der einführenden Warnung habe ich meinen Verstand ausgeschaltet. Eine weise Entscheidung!

Kurz zusammengefasst geht es um folgendes: Zwei Engel, Bartleby und Loki, (Ben Affleck und Matt Damon) erhalten einen Tipp, dass es eine kleine Kirche gibt, die ein Jubiläum feiert und deshalb die Kirche jedem, der durch das Tor geht, Total-Absolution erteilt. Alle Sünden wech? Cool! Denn die Engel sind gefallene Engel. Haben Scheiße gebaut und sind aus dem Himmel geflogen.

Dass die Beiden durch das Tor gehen, darf aber nicht sein! Weil: Dadurch würde der Urteilsspruch Gottes in Zweifel gezogen werden. Gott hat gesprochen. Damit basta! Gehen sie doch durchs Tor: Alles Sein würde aufhören zu existieren. *puhh*

Damit Bartleby und Loki nicht durchs Tor gehen, muss jemand den Engeln Einhalt gebieten. Tata! Auftritt: Bethany Sloane (Linda Fiorentino), die in einer Abtreibungsklinik arbeitet und eine weit entfernte Verwandte von Jesus ist. (Ja, dem Jesus.) Sie wird von dem Engel Metatron (Alan Rickman) auf die Mission geschickt, die beiden Engel von ihrem Vorhaben abzuhalten. Wow. Hardcore. Aber sie ist nicht alleine! Zwei Propheten, nämlich Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (der Meister Kevin Smith himself) sollen sie dabei genau so unterstützen wie der 13. Apostel Rufus (Chris Rock).

Es beginnt ein wilder Wettlauf darum, wer zuerst an der Kirche ist …

Meinung von

Ich liebe ihn! Der Film ist dreckig und ordinär dank Jays Schnodder-Schnauze. Nur brilliante Schauspieler! (Der Großteil ist ja auch schon in den ebenfalls genialen Filmen Mallrats und Chasing Amy aufgetreten.) Man darf den Film getrost denjenigen Leutchen nicht empfehlen, die leicht rote Ohren bei Flüchen bekommen und denen erst recht nicht, die eine hohe Meinung von der Bibel haben. Smith versteht es brilliant eine Geschichte zu erzählen. Meiner Meinung nach echt selten heutzutage. Smith packt so viele Kleinigkeiten in die Story, die aber alle stimmig sind. Beispiel: Josef und Maria werden wohl nach der Geburt Jesus nicht einfach dumm rumgesessen haben und sich nie wieder angefasst haben ... — Also war Jesus kein Einzelkind.

Solche Dinge meine ich. Er kann sogar – herrlich ironisch – erklären, wo denn auf einmal der 13. Apostel herkommt und wieso wir noch nie etwas von ihm gehört haben. Eigentlich kann ich nichts zu diesem Film sagen ... – Schaut ihn euch unbedingt an! Dann könnt ihr mich verstehen (oder auch nicht ...).

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