Filmplakat Blade II
9/10

„Schmier' dich mit Sonnencreme ein, Mimöschen!“ (Blade II, 2002)


Blade II

Besprechung

Wo war Blade am Ende des ersten Teils? *hmm* Jetzt sehen wir ihn jedenfalls in Prag. Dort treibt eine neue, “verbesserte” Vampir-Version ihr Unwesen. Das weiß der gute Halbvampir Blade (Wesley Snipes) allerdings noch nicht.

Wir sehen eine Blutbank. Irgendein Penner will Blut spenden. Die ansässigen Vampire heißen ihn willkommen, hat er doch eine Besonderheit im Blut … Was die armen Vampis nicht wissen: Das, was Jared Nomak (Luke Goss) im Blut hat, das ist ein Virus, der ihm einen Heißhunger auf Vampirblut beschert. Nebenbei macht es ihn auch noch unverwundbar und — wie sagt die Werbung doch so eklig? — unkaputtbar. Okay, wenigstens Sonnenlicht mag die Fratze auch nicht.

Blade sucht in Prag seinen alten Kumpel Whistler (Kris Kristofferson), der eigentlich im ersten Teil hopps gegangen ist. Aber hier haben wir ‘nen zweiten Teil — und da Whistler eine feste Figur im Comic ist, musste er mit einer wilden Geschichte wieder ins Leben gerufen werden. Naja …

Blade bekommt jedenfalls ein Angebot der Vampir-Regierung, er möge eine Allianz mit ihnen eingehen, Waffenstillstand schließen. Blade soll sich mit den Vampis zusammentun, um die Brut von Nomak zu eliminieren. Finden die Vampire nämlich nicht lustig, dass es da jemand fresstechnisch auf sie abgesehen hat. Blade geht den Deal ein und erhält neben der Tochter des Obermuftis auch noch die Bloodpack an die Hand, eine Truppe von Elite-Vampis, die zwei Jahre lang drauf gedrillt wurde, Blade um die Ecke zu bringen. Na, das kann ja lustig werden …

Meinung von

War Blade noch eher ein B-Movie, so haben die Jungs für Blade II doch mehr Geld auftreiben können. Dadurch sind die Effekte mehr, bombastischer. Allerdings sieht man an einigen Stellen schon, dass der Freund Computer seine Prozessoren im Spiel hatte. Birte meinte ganz treffend, dass man manchmal das Gefühl hatte, ein Computerspiel zu sehen.

Wo Regisseur del Toro echt nicht gekleckert hat, das waren die Ekel- und Splattermomente — was typisch für den Mexikaner ist. Die neue Vampir-Art hat da so eine Angewohnheit, ihre Unterkiefer zu verformen ... Doch recht bähhbähh. Erinnerte dabei aber auch ganz schön an Predator. Von der Genmanipulations-Geschichte schweigen wir an dieser Stelle einmal. Amüsiert hat mich die Stelle, als Nomek seinen Vater jagt und laut "Vater" schreit. Erinnerte mich irgendwie an Blade Runner.

Und die an der Wand krabbelnden Vampis waren eine Mische aus den Orcs aus Herr der Ringe und den Affen aus Planet der Affen. Ein düsterer, sehr blutrünstiger Film, der erst beim zweiten Mal Spaß macht. Übrigens sah ich noch nie so viele Vampire zu Staub zerfallen! *wow*

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