Filmplakat Was für ein Genie
8/10

„Your mother puts licence plates in your underwear? How do you shit?“ (Was für ein Genie, 1985)


Was für ein Genie

Besprechung

Der 15-jährige Mitch Taylor (Gabriel Jarret) ist ein echter Überflieger, ein Genie. Professor Jerry Hathaway (William Atherton) nimmt den Jungen in seiner Uni auf, wo er an einem Super-Laser arbeiten soll. Mitchs Zimmergenosse ist der ebenfalls geniale Chris Knight (Val Kilmer), der allerdings auch etwas “speziell” ist. Man könnte auch sagen, ein wenig verrückt. So scheint es. Zumindest gibt Chris nichts auf Konventionen.

Mitch nimmt die Arbeit an dem Laser sehr, sehr ernst. Chris hingegen scheint irgendwie nie so richtig zu studieren. Mit der Zeit bringt Chris Mitch bei, dass studieren nicht alles ist. Das ist eine Erkenntnis, die Chris am eigenen Leibe hat erfahren müssen. Ebenso Lazlo (Jon Gries), der Typ, der bei Chris und Mitch ohne ein Wort zu sagen ein und ausgeht und immerzu spurlos im Kleiderschrank verschwindet.

Erschwert wird das Studentenleben von Mitch nicht nur durch sein geringes Alter und den von seinen Eltern aufgezwungenen Druck, sondern auch durch den Schleimer Kent (Robert Prescott), der durch die Anwesenheit des jungen Wunderknabens seine Stelle als Professor Hathaways Lieblingsstudent zu verlieren droht.

Was keiner weiß: Professor Hathaway hat einen Vertrag mit der Rüstungsindustrie. Der Laser, den die jungen Leute entwickeln sollen, soll tatsächlich unliebsame Ziele aus dem All verdampfen.

Meinung von

Ach ist der schön. Das ist eine der "klassischen" 80er-Jahre-Komödien. Leicht, unbeschwert, verrückt, aber nicht flach. So waren die Komödien damals eben. Val Kilmer war schweine-cool - so wollte man auch sein. Schlau, aber das Leben genießend, nicht angepasst, frech und mit Hasenpantoffeln an den Füßen. Großartig!

Was für ein Genie ist ein Buddy-Movie und ein Film mit klar gezeichneten Bösewichten. Von Anfang an wissen wir, wer böse ist und dass das Duo Mitch/Chris ausgenutzt wird. Hathaway und Kent sind fies, schleimig, hinterhältig. Von Anfang an ist uns Chris sympathisch mit seiner chaotischen, durchgeknallten Art. Mitch ist der Streber, den man nicht mag, der aber erst einmal lernen muss, lockerere zu werden. Da hilft auch die junge, niemals schlafende Jordan (Michelle Meyrink) - Mitchs erste Liebe.

Die Hintergrundgeschichte mit dem Militär ist nicht unintelligent und durchaus realistisch. Ich sagte ja, die Komödien waren damals nicht flach (okay, es gab schon einige …). Was für ein Genie hat charmante Charaktere und die übliche, wichtige Geschichte der Adoleszenz. Dabei sind die Witze nicht albern oder unter der Gürtellinie, wie es heute bei Jugend-Komödien eher der Fall ist. Nein, ich halte Was für ein Genie auch noch nach so vielen Jahren hoch!

Regisseurin Martha Coolidge hatte vor Was für ein Genie einige Dokumentationen gedreht und danach - neben wenigen Filmen - eher fürs Fernsehen gearbeitet. Ich sage mal, ein Teil einer Generation wird sich jedoch immer gerne an diesen Streifen erinnern.

Und ja, der Streifen stammt aus der Feder derer, die auch Police Academy geschrieben haben. Der erste Teil war ja auch noch lustig ...

hoch