Filmplakat Vergebung
2/10

„Für keine Arbeit auf der Welt lohnt es sich zu sterben.“ (Vergebung, 2009)


Vergebung

Besprechung

Lisbeth Salander (Noomi Rapace) findet sich nach der Attacke auf ihren Vater (Georgi Staykov) schwer verletzt im Krankenhaus wieder. Ihr Vater, den sie eigentlich umgebracht haben wollte, ist ebenfalls eingeliefert worden.

Während Lisbeth sich damit abfinden muss, dass sie von der Polizei wegen versuchten Mordes angeklagt werden soll, hat ihr Vater keine Sorgen. Als ehemaliger sowjetischer Spion hat er genügend Informationen in der Hinterhand, so dass eine Gruppe älterer Herren, die seinerzeit seinen Überlauf organisiert haben, ihn beschützen müssen. Doch diese sehen das gar nicht ein. Der Ex-Spion und seine Tochter müssen weg.

Derweil ist der Journalist Mikael Blomkvist (Michael Nygvist) auf der Suche nach Hinweisen, wie er Lisbeth verteidigen kann. Er plant eine ganz große Ausgabe der Zeitschrift Millennium, die Lisbeth als Opfer eine staatlichen Verschwörung darstellen möchte, um sie so zu entlasten. Bei seinen Recherchen stößt er auf die Gruppe der älteren Herren — die nun auch plötzlich etwas gegen Mickael haben.

Meinung von

Unglaublich langweilig! Mehr bräuchte ich eigentlich nicht zu schreiben. Der erste Teil, Verblendung, war ja noch ein spannender Krimi. Der zweite Teil, Verdammnis, ließ im Tempo arg nach. Ein typischer zweiter Teil. So ein Film, der nur als Überbrückung zum dritten Teil dient. Nichts Abgeschlossenes. Verdammnis ist dann auch eher so ein "Vergeltungsstück". Nun wird die im zweiten Teil eingefädelte Vergeltung in Vergebung zu Ende gebracht, um dann überzugehen in eine Geschichte um eine politische Verschwörung.

Hey, ich stehe voll auf politische Verschwörungen! Die drei Tage des Condor ist ein großartiger Streifen. Aber Vergebung ist so grausam lahm, das schmerzt schon fast. Null Tempo, keine Spannung, die Hauptfigur Lisbeth sagt so gut wie kein Wort in dem Film — ja Hallo!? Was soll denn das?

148 Minuten dauert Vergebung. Davon habe ich mich wohl 145 Minuten lang gelangweilt. Ich ertappte mich dabei, wie ich auf meinem leeren Cola-Becher rumkritzelte. Es passiert einfach nichts.

Also: Die hochgelobte Millennium-Trilogie aus der Feder von Stieg Larsson — hätte man nach dem ersten Teil abschließen sollen. Ja, dann wäre es keine Trilogie mehr. Ich weiß. Aber Teil 2 und 3 sind einfach nur überflüssig. Zumindest als Film. Keine Ahnung, ob die Bücher noch etwas mehr Spannung haben ...

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