Filmplakat V wie Vendetta
9,5/10

„Ich weiß noch, wie aus 'anders' 'gefährlich' wurde.“ (V wie Vendetta, 2005)


V wie Vendetta

Besprechung

London, irgendwann in naher Zukunft. Das Land steht unter einer totalitären Aufsicht, nachdem ein mit nuklearen Waffen geführter dritter Weltkrieg die britischen Inseln nur knapp verschont hat. Gespräche werden abgehört, Regime-Gegner verschwinden in der Nacht und werden nie wieder gesehen. In dieser düsteren London-Version gibt es einen Geist, der den Mut hat, sich gegen das Regime, allen voran Kanzler Adam Sutler (John Hurt), zu wehren. Der Vigilant mit dem Namen “V” (Hugo Weaving) streift nachts durch London und rettet z.B. Evey Hammond (Natalie Portman) vor Staatspolizisten, die sie vergewaltigen wollen. Damit haben sich die Wege von V und Evey gekreuzt.

V jagt in einer Nacht das Justizgebäude in die Luft und lässt dazu klassische Musik durch die Straßen hallen. Nun hat er den Staat gegen sich aufgebracht. V wird zum Staatsfeind Nummer 1. In einem Jahr, so kündigt V an, wird er einen noch größeren Anschlag ausführen.

Inspektor Eric Finch (Stephen Rea) ermittelt in dem Anschlag und stößt dabei auch auf Evey. Finch taucht immer tiefer in dunkle Staatsgeheimnisse ein, die mit aller Macht vor ihm verborgen gehalten werden sollen. Derweil ist Evey auf der Flucht vor den Staatsschergen und wird von V aufgenommen. Es entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung zwischen den beiden …

Meinung von

Die Comic-Vorlage stammt vom Meister Alan Moore, der uns bereits so geniale Geschichten wie Watchmen, The Killing Joke oder die League of Extraordinary Gentlemen beschert hat. Das bedeutet: keine 0815-Geschichten. Das Drehbuch stammt von den Wachowski-Brüdern und ist somit auch nicht zu verachten.

Der Film ist düster, sehr düster und beklemmend. Ich kann gar nicht viel dazu sagen, außer, dass ich sehr beeindruckt war. Es kommt keine Langeweile auf, es gibt interessante Wendungen (Mehrzahl) und die Schauspieler agieren alle wunderbar. Gewürzt mit einem feinen Humor und der Platz im DVD-Regal ist dem Film sicher. Ein Muss! Mein Rat also: Anschauen und selber die geniale Story erleben.

Eine Frage hatte ich dann doch noch: Da wir die synchronisierte Fassung sahen, wurde es natürlich nicht klar, ob unter der Maske von V auch wirklich Hugo Weaving steckte. Das hätte - theoretisch - auch ein No-Name-Schauspieler sein können. Minenspiel o.ä. bekommt man schließlich nicht zu Gesicht.

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