Filmplakat Transformers – Die Rache
2,5/10

„Mein Vater war ein Rad. Das erste Rad.“ (Transformers – Die Rache, 2009)


Transformers – Die Rache

Besprechung

Es ist soweit. Sam Witwicky (Shia LaBeouf) geht zur Uni. Große Aufregung bei Mutti, leichte Enttäuschung bei Freundin Mikaele (Megan Fox), die als knapp bekleidete Schrauberbraut zurück bleibt. Ein Hoch auf Video-Chats und Co. Endlich kann Sam ein normales Leben führen. Auch wenn er seinen Autobot-Kumpel Bumble Bee zurücklassen muss. Kurz vor der Abreise kommt Sam aber noch einmal mit einem letzten Fragment des All Sparks in Berührung. Dieser Zwischenfall soll später noch zu Komplikationen führen.

Seit dem ersten Auftreten der Transformers sind zwei Jahre ins Land gegangen. Die Regierung hat eine geheime Einsatztruppe aus Menschen — unter der Anleitung von Captain William Lennox (Josh Duhamel) — und Autobots ins Leben gerufen, die die immer häufigeren Übergriffe der Decepticons unter Kontrolle bringen soll.

Dachten wir im ersten Teil noch Decepticon-Chef Megatron war böse, müssen Sam und Co. feststellen, dass es über Megatron noch einen böseren Decepticon gibt: ein ehemaliger Omnibus Prime, jetzt bekannt als “The Fallen”. Denn vor vielen, vielen Jahren (ca. 172.000 Jahre) kloppten sich die Primes auf der Erde und der Gefallene wollte damals die Erde auslöschen — was er irgendwie immer noch will. Dafür muss er nur an das Wissen, das das All Spark-Fragment in Sams Gehirn gepflanzt hat. War wohl nichts mit ruhigem Studentenleben …

Meinung von

Nach seinem Erfolg mit dem ersten Teil, der wohl hauptsächlich auf die leichte Bekleidung und den Schlafzimmerblick von Megan Fox zurückzuführen sein dürfte, dreht Regisseur Michael Bay in Transformers – Die Rache richtig auf. Schon von der ersten Minute an ist die Fortsetzung des Spielzeugfilms laut, schnell, nervös. Eine Explosion nach der anderen, einer schreit mehr als der Andere.

Die Geschichte wirkt wie aus dem Ärmel geschüttelt. Bay hat in seiner Transformers-Fortsetzung außerdem den selben Fehler gemacht wie George Lucas mit der Verschandelung der Star Wars-Trilogie. Beide haben ihre Ideen verraten und verkauft, indem sie noch mehr "Knubbel"-Faktor eingebaut haben, nur damit sie ihre Filme besser verkaufen und einem breiteren Publikum zugänglich machen konnten. Lucas hat Ewoks eingesetzt und mit Hassobjekt Jar-Jar Bing alles ins Lächerliche gezogen, nur um noch die Zwölfjährigen "abzuholen". Bay schickt dafür in Transformers – Die Rache die Zwillings-Autobots auf die Leinwand. Herrje, sind die albern, überflüssig und nervig! (Und sie kommen im dritten Teil wieder. *graus*)

Transformers – Die Rache kann nicht überzeugen. Im Gegenteil, er nervt sogar. Der Film wird gleich auf ein so hohes Lärm- und Action-Niveau gebracht, dass recht schnell das Interesse abklingt und man sich nebenbei lieber mit anderen Dingen beschäftigt. Jedes Mal wenn man wieder hinschaut, ist der Film a) noch nicht zu Ende und b) immer noch laut.

Bay hat schließlich drei Jahre nach Erscheinen von Transformers – Die Rache selber zugegeben, dass der zweite Transformers-Teil Mist ist. Späte Erkenntnis, aber schön, dass sie kam.

Im Vorspann, wenn die Geschichte des Gefallenen erzählt wird, sehen wir Afrikaner, die auf Jagd nach einem Tiger gehen. Wie kommt ein Tiger nach Afrika? Äh ... Oder war das ein getarnter Löwe?

Transformers – Die Rache muss man nicht sehen. Es sei denn man ist ein zwölfjähriger Junge, der gerade in der Pubertät steckt ...

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