Besprechung
In Steinstadt sind alle glücklich. Jeder hat eine Aufgabe, jeder weiß, wie er sich zu verhalten hat. Wofür gibt es denn auch sonst die Anleitungen? Emmet (Chris Pratt) ist ein Lego-Männchen, wie aus dem Bilderbuch. Immer nett, freundlich, gewillt 32 Dollar für einen Kaffee auszugeben. Er geht seiner Arbeit auf dem Bau nach und könnte nicht glücklicher sein. Wobei … Doch. Emmet hat keine Freunde, keine Familie. Im großen Lego-Universum ist er allein.
Durch Zufall findet er das „Stück des Widerstands“: ein rotes Stück Plastik, das in einer Prophezeiung erwähnt wird. Der „Besondere“ wird das verlorene Relikt finden und alle Lego-Regionen von der Herrschaft des Lord Business (Will Ferrell) befreien. Wyldstyle (Elizabeth Banks), die auf der Suche nach dem Relikt war, findet Emmet und bringt ihn zum weisen Zauberer Vitruvius (Morgan Freeman). Vitruvius sieht in Emmet den Besonderen. Doch so besonders ist Emmet gar nicht. Er ist kein sogenannter Meisterbauer. Er kann nicht frei Dinge zusammenbauen. Emmet braucht seine Anleitungen.
Business bekommt Wind davon, dass das Relikt aufgetaucht ist und schickt Bad Cop (Liam Neeson) los, damit der Emmet und seine neu gefundenen Freunde dingfest macht.
Meinung von Nils
Es muss so sein: Den Filmstudios fällt – schon lange – nichts mehr ein. Also werden Comics und Spielzeug ausgeschlachtet und gemolken, wo man nur kann. Gibt es ein Spielzeug, das beliebt ist? Gut. Dann machen wir einen Film daraus – siehe u.a. Transformers.
Mit Lego habe ich früher auch furchtbar gerne gespielt. Wir hatten diverse Raumschiffe und später haben wir alles in einem riesigen Sack gesammelt. Lego-Steine über Lego-Steine. Hätten wir den Sack mit den Steinen heute noch, wäre der ein Vermögen wert. Ich erinnere mich noch daran, wie wir auf dem Boden lagen und Stein um Stein verrückte Dinge gebaut haben. Wir waren damals auch Meisterbauer.
Deshalb braucht es aber meiner Meinung nach keinen Film darüber. Beim ersten Mal war der Film noch nett, beim zweiten Anschauen hatte er dann doch schon arg an Charme und Witz verloren. The Lego Movie ist ein Kinderfilm. Er ist bunt, schnell, verrückt. Okay, normalerweise mag ich sowas. Aber bei The Lego Movie bin ich nach dem zweiten Mal Anschauen dann doch raus.
Lediglich der Lego-Batman (Will Arnett) war gut. Der ist so herrlich übertrieben "dunkel".
Der Film plätschert schnell dahin. Die Plastik-Geschichte ist schnell durchschaut. Man erwartet keine besonderen Überraschungen. Doch dann gibt es hin zum dritten Akt tatsächlich noch einen Twist. Der kommt überraschend. Was wir dann sehen, ist ebenfalls schnell durchschaut, aber es ist ja auch "nur" ein Kinderfilm ...
Kann man sich anschauen. Ich vermute, im Original ist er lustiger, kann es aber nicht mit Bestimmtheit sagen.