Filmplakat Tanz der Totenköpfe
10/10

„Wenn es geendet hätte, wären wir wohl kaum hier.“ (Tanz der Totenköpfe, 1973)


Tanz der Totenköpfe

Besprechung

Der kranke Millionär Rudolph Deutsch möchte wissen, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. In seiner Lage eine durchaus verständlicher Wunsch. Also beauftragt er den Physiker Dr. Barrett und die zwei Medien Fisher (Roddy McDowall) und Florence (Pamela Franklin), ein Haus zu untersuchen, in dem es spuken soll.

Für Fisher ist es eine Rückkehr an einen Ort, den er lieber meiden würde: Schon vor 20 Jahren war er mit einem Forschertrupp dort — und am Ende der Einzige, der überlebte und dabei halbwegs geistig gesund blieb. Doch die Belohnung — immerhin 100.000 $ — reizt mehr.

Zunächst läuft alles gut — doch irgendwann hat das Haus genug von den Besuchern …

Der Film besticht durch eine großartige, stimmige Handlung, hervorragende Kameraführung und gute Schauspieler. Für das Drehbuch war Richard Matheson zuständig (auf Basis seines Romans), der einige der großartigsten (Dreh-) Bücher des Horrorgenres geschrieben hat, u.a. Der Omega-Mann und Die unglaubliche Geschichte des Mr. C, aber auch wirkliche Katastrophen.

Und bevor die Frage aufkommt: Nein, man sieht natürlich nie Totenköpfe, geschweige denn Tanzende. Dies ist eines der wunderbarsten Beispiele miserabler Titelübersetzungen aller Zeiten. Im Original heißt der Film: The Legend of Hell House.

Meinung von

Ein toller Film. Ich sah in zuerst an einem Sonnabend in der ARD, da war ich ca. 12 Jahre alt. Bis dahin war ich Horror-Junkie, danach war ich zum ersten Mal wirklich beeindruckt und etwas verstört. Kaum Blut, keine Vampire, kein sichtbarer Schrecken. Aber immer das Gefühl, dass hier etwas gewaltig nicht stimmt. Ich gebe es zu, ich liebe diesen Film. Auch XX Jahre später noch!

Endlich konnte ich dieses Trauma meiner Kindheit wieder sehen: Es gibt tatsächlich eine DVD, erschienen an meinem Geburtstag.

Natürlich gekauft (genauer: einen Monat vor Erscheinen vorbestellt) und gleich angesehen: Auch wenn der Film heute nur noch bedingt gruselig ist, fesselte er mich wieder von der ersten Minute und ein gewisses Gefühl der Beklemmung kam bald auf ...

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