Filmplakat Superbad
6/10

„Mach 'n Abgang, du Opfer!“ (Superbad, 2007)


Superbad

Besprechung

Das ist es, das letzte Jahr an der Highschool. Seth (Jonah Hill) und Evan (Michael Cera) sind die besten Freunde — seit … schon ewig. Aber nach diesem Sommer gehen sie getrennte Wege. Seth hat es nicht auf ein so gutes College geschafft, wie Evan. Die Freundschaft steht tierisch unter Spannung.

Ein Grund mehr, noch einmal so richtig die Sau rauszulassen. Seth will unbedingt noch Mal endlich zum Schuss kommen. Da bietet es sich an, dass die süße Jules (Emma Stone), auf die er schon lange eine Auge geworfen hat, eine Party schmeißt. Sie lädt ihn ein. Oh. Mein. Gott!

Seth ist ganz aufgeregt. Man hört ja immer, dass die Mädchen im betrunkenen Zustand “einen Fehler” machen — Seth und Evan könnten diese Fehler sein! Seth mit Jules, Evan mit Becca (Martha MacIsaac). Evan ist nicht ganz überzeugt. Er liebt Becca, möchte eine Beziehung mit ihr haben, nicht nur billigen Sex.

Um auf die Party zu kommen, hat Seth versprochen, er würde den Alkohol besorgen. Aber wie? Da ist noch der ewig nervige Fogell (Christopher Mintz-Plasse), der einen gefälschten Ausweis hat. Na gut, muss man den eben auch noch mit ins Boot holen.

Der Einkauf stellt sich dann aber doch als etwas schwieriger heraus, als gedacht. Das fängt schon mal damit an, dass Fogell seinen schönen gefälschten Ausweis auf den Namen “McLovin” hat ausstellen lassen. Mehr nicht. Und endet darin, dass er von zwei Polizisten (Seth Rogen und Bill Hader) auf eine wilde Fahrt durch die Nacht mitgenommen wird.

Und wie kommen Seth und Evan jetzt an den Alkohol? Und an die Bräute?

Meinung von

Wenn ich 16 wäre und den Film sehen würde, würde ich mich wahrscheinlich einnässen vor Lachen. Nun bin ich aber keine 16 mehr und der Film ist — ich sage es einfach direkt heraus — pubertär. Ist gut, muss sein, aber ich bin nicht mehr die Zielgruppe.

Superbad ist ein Buddy-Movie. Seth und Evan sind beste Freunde, aber nicht mehr lange. Wie wird das werden, wenn der beste Freund nicht mehr da ist? Wie verlassen wird man sich fühlen? Dabei trifft es Seth noch härter als Evan. Nicht nur, weil Evan auf ein gutes College geht, sondern weil Fogell ebenfalls dort ist, nur Seth nicht. Deswegen muss diese letzte Party ein Hit werden — für Seth.

Seth ist nicht der Adonis-Typ. Dass die Mädchen im betrunkenen Zustand "Fehler machen, die sie am nächsten Morgen bedauern", ist seine einzige Chance einen wegzustecken. Seth steht nur unter Druck, während Evan nicht sieht, wie sehr sein Kumpel leidet.

Evan plagen ganz andere Sorgen. Mädchen sind so ein Ding. Becca noch was ganz Anderes. Eine Liebesbeziehung mit Becca, das wäre was. Aber Seth nervt mit seinen Sexgeschichten.

Fogell ist da eine ganz andere Nummer. Er ist geekig, nervig, super schüchtern und hat die Hosen gestrichen voll, als er in dem Spirituosenladen Alkohol kaufen soll. Als dann noch die Cops auftauchen … Und was machen die? Nehmen ihn mit in ihrem Streifenwagen, saufen Alkohol, machen Schießübungen mit "McLovin" und haben einfach nur eine geile Zeit. WTF?

Wenn man so drüber schreibt, hat der Film sogar noch eine Geschichte, echte Charaktere — die auch gut dargestellt sind — aber es ist eben eher ein Teenie-Film.

Jonah Hill und Michael Cera spielen ordentlich, wenn auch zu sehr in ihren typischen Rollen. Hill ist das ordinäre, laute Pummelchen und Cera der leise, schüchterne Typ. Haben wir so schon in diversen Rollen gesehen.

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