Filmplakat Stirb an einem anderen Tag
8/10

„Das ist nur eine Nummer...“ (Stirb an einem anderen Tag, 2002)


Stirb an einem anderen Tag

Besprechung

Zum 20. Mal steigt James Bond in den Ring. Doch diesmal ist alles anders…

Irgendwo in Nordkorea will James Bond (Pierce Brosnan) den Generalssohn Moon (Will Yun Lee) aufhalten. Der Bösewicht ist nämlich dabei, schön Waffengeschäfte zu machen und dann will er auch noch Südkorea plätten. Da hat mal wieder einer nicht mit 007 gerechnet. Doch es läuft was schief: Bond wird geschnappt und 14 Monate so richtig durch die Mangel genommen. Kälte, Schläge, Skorpione – eben das volle Ferienlagerprogramm. In GB hat man ihn auch schon abgeschrieben. *uups* Doch er wird gegen einen auch so richtig miesen kleinen Mann ausgetauscht: Dem Kumpel von Moon, Zao (Rick Yune).

In GB frostig empfangen muss Bond erfahren, dass er nicht mehr für den Geheimndienst arbeiten darf. Doch wer wollte Bond 90 Minuten beim Angeln zuschauen? Eben… – Mr. Obermacho macht sich auf die Suche nach Zao, um ihn auszuschalten. Dabei geht es mal wieder rund um den Erdball.

Ihm zur Seite steht Jinx (Halle Berry), die aus zunächst ungeklärten Gründen das gleiche Ziel wie Bond hat. Da kann man sich doch zusammenlegen. *&aumlhmm* Also die Kräfte vereinen. Eben solche Dinge… Ihr wisst schon. Also… *räusper*

Zao hat einen geheimen Unterstützer: Den smarten, aber völlig fiesen Gustav Graves (Toby Stephens). Ihm zur Seite: Die leicht unterkühlte Miranda Frost (Rosamund Pike), die am liebsten Doppel spielt. *ähh*

Meinung von

Wie schon gesagt: Coole (nette Anspielung *höhö*) Unterhaltung! Die Scriptschreiber haben sich so richtig schön ausgetobt. Explosionen ohne Ende, neues technisches Spielzeug bis zum Abwinken. Mr. Bond läßt eine Anzüglichkeit nach der anderen ab und in einer Szene gabs so viele Anspielungen der "besonderen" Art, wie ich sie bisher noch nie mitbekommen habe. Unglaublich. :-) Gerade vor einigen Tagen hatten MJ Thorsten und ich uns darüber unterhalten, wie herrlich doch die alten Ritterfilme waren. *seufz* Tja, in Stirb an einem anderen Tag gibt es sogar eine ziemlich geniale Fecht- und Schwertkampfszene. Klasse. Da geht mir doch das Herz auf.

Gast-MJ Carsten ist in seinem Sitz ganz nervös geworden, als Halle Berry auftauchte (in bester Ursula Andress-Art à la Dr. No). Ich war hingegen vielmehr von den Augen der jungen Ms. Frost, a.k.a Rosamund Pike, angetan... Welche Augen. Die Nase ist grottig, aber die Augen... - Doch ich schweife ab.

Ein letztes "Sätzchen" noch. Stirb an einem anderen Tag macht vor allem deswegen soviel Spaß, da er nur so vor Filmzitaten strotzt. Mag daran liegen, dass die 007-Reihe in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert. Was hamwa denn da? Zum Beispiel die Messerspitzen-Schuhe aus Liebesgrüße aus Moskau, der Jet-Pack aus Man lebt nur zweimal. Und irgendwie wurde ich auch an Star Wars erinnert. Aber ich denke einmal, das ging nur mir so...

Lange Kritik, kurzer Sinn: Gutes Popcorn-Unterhaltungskino! (Das jedoch leider, leider den miesesten Soundtrack hat, den man sich nur denken kann! Madonnas Lied am Anfang ist absolut unpassend! Da kommt null Stimmung auf! - Auch die Kameraführung war an mancher Stelle nicht mehr Bond-typisch. Schnelle Zeitraffer wechselt mit Zeitlupe à la Matrix ab. *hmm* Nicht gut. Punktabzug!)

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