Filmplakat Star Trek: Nemesis
6/10

„Sie haben die Brücke, Mr. Troi.“ (Star Trek: Nemesis, 2002)


Star Trek: Nemesis

Besprechung

Während auf der Enterprise gerade Hochzeit gefeiert wird — Commander Riker (Jonathan Frakes) ehelicht die gute Deanna Troi (Marina Sirtis) —, ist bei den Romulanern schlechte Stimmung: Die benachbarten Remaner töten den romulanischen Senat (sprich die Regierung) und übernehmen die Macht auf ihrem Zwillingsplaneten. Der Föderationskapitän Picard (Patrick Stewart) bekommt von Mama Janeway (Pardon, Admiral Janeway, ein Cameo-Auftritt der Kommandantin der Voyager) den Auftrag, mal zum Romulus zu fliegen und im Namen der Föderation nach dem Rechten zu sehen.

Also wird nichts aus dem Flug in die Flitterwochen (wahrscheinlich hat das Föderations-Raumschiff mit seiner riesigen Besatzung gerade nichts besseres vor), stattdessen Abflug in die Höhle des Löwens.
Dort stellt die Crew Erstaunliches fest: Nicht nur dass Shinzon (Tom Hardy), der Anführer der Rebellion, ein Mensch ist — nein, er ist auch gleichzeitig ein Klon von Picard. Die Romulaner hatten nämlich mal den feinen Plan ausgeheckt, Picard unaufällig gegen seinen Klon auszutauschen, um damit einen Spion im Herzen des Feindes zu haben.

Naja, der Rest ist schnell erzählt: Shinzon erweist sich als ziemlich unangenehmer Zeitgenosse, der wahlweise Picard, die Enterprise oder auch gleich die ganze Erde vernichten möchte. Und trotz fortgeschrittenen Alters lässt das Picard irgendwie keine Ruhe.

Ich habe Euch jetzt mit diversen Neben- und Nebennebenhandlungen verschont, die den Film vor allem länger machen — aber nicht interessanter. Dabei hat man mit Stuart Baird einen solchen Ed-Wood-Verschnitt als Regisseur engagiert, der es zielsicher schafft, jede spannende Sequenz noch mit langweiligen und langwierigen Dialogen kaputt zu schneiden. Kein Wunder, dass dieses Genie bisher nur zwei Filme in den letzten 6 Jahren machen durfte.

Ein besonderes Kopfschütteln hat sich dann noch Brent Spiner (“Data”) verdient, der auch als Autor Verantwortung übernommen hat und dem wir wahrscheinlich die unselige Geschichte über Data und seinen Prototypen Before verdanken. Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Meinung von

Je mehr ich schreibe, umso mehr bin ich versucht, das Urteil noch zu senken. Patrick Stewart ist zwar gewohnt gut — der Rest der Crew bleibt aber im Hintergrund, der böse Shinzon macht bestenfalls Grundschulkindern Angst und die Special Effects sind zwar nicht schlecht — aber doch nur sehr brav. Würde man alles Unwichtige streichen (und davon gibt es eine Menge), blieben 45 Minuten über. Reicht für eine Folge der Serie. Mehr ist es leider nicht. Nur empfehlenswert für echte Fans.

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