Filmplakat Star Trek VI: Das unentdeckte Land
8/10

„Die Natur verabscheut ein Vakuum.“ (Star Trek VI: Das unentdeckte Land, 1991)


Star Trek VI: Das unentdeckte Land

Besprechung

Der klingonische Mond Praxis explodiert. Dieser Mond war wichtig für die Umweltbedingungen auf dem klingonischen Heimatplaneten. Die Sternenflotte gibt dem klingonischen Reich nicht mal mehr 50 Jahre, dann ist es tot. In dieser Entwicklung sieht man eine Chance, auf die Klingonen zuzugehen, ihnen zu helfen und so endlich einen Frieden zu schaffen.

Captain Kirk (William Shatner), der nach dem Tod seines Sohnes David immer noch einen Groll auf die Klingonen hegt, soll den klingonischen Kanzler Gorkon (David Warner) zu einem geheimen Treffen geleiten, um die Friedensverhandlungen aufzunehmen – und das zwölf Wochen vor der Rente.

Nach einem recht feuchtfröhlichen Abendessen zwischen den beiden Delegationen kommt es zu einem Zwischenfall auf dem klingonischen Schiff: zwei Leute in Raumanzügen beamen auf das Schiff und bringen den Kanzler um. Das ist nur möglich, weil zuvor zwei Torpedos auf das Schiff abgefeuert wurden; wie es scheint, von der Enterprise.

Kirk und McCoy (DeForest Kelley) beamen auf das Schiff, um zu helfen – werden aber von General Chang (Christopher Plummer) inhaftiert. Nach einem Scheinprozess auf Klingon landen die beiden Sternenflotten-Offiziere auf der Strafkolonie Rura Penthe – von der noch nie jemand lebend entkommen konnte.

Es wird klar, dass hinter dem Anschlag eine Verschwörungsgesellschaft steckt, die den Frieden zwischen Klingonen und Sternenflotte nicht akzeptieren will. Die Crew der Enterprise muss irgendwie versuchen, einen weiteren Anschlag auf den Präsidenten der Föderation zu verhindern.

Meinung von

Ich bleibe bei meiner Aussage, dass nur die Star Trek-Filme mit gerader Hausnummer gut sind (mit Ausnahme von Nemesis, der ist im Verhältnis mies). Das unentdeckt Land macht richtig Spaß. Wir haben die Klingonen, die immer noch böse sind und allmählich auch so aussehen, wie wir sie aus TNG kennen. Eine Verschwörung, eine ausweglose Situation auf einem ausweglosen Gefängnisplaneten, Verräter in den eigenen Reihen, ein Lauf gegen die Zeit und gewürzt mit markigen Sprüchen und netten Witzen. Also alles, was einen guten Film ausmacht. Regisseur Nicholas Meyer, der schon Der Zorn des Khan gedreht hat, setzt alles routiniert um.

Man merkt sehr wohl, dass die Ur-Crew langsam alt wird - nicht unbedingt müde, aber doch alt. Die drei Hauptpersonen Kirk, Spock (Leonard Nimoy) und Pille dürfen noch einmal richtig aufs Ganze gehen. Spock ist der ruhige Ersatz-Kapitän, der alles daran setzt, seinen Kumpel Kirk zu retten. Kirk darf noch einmal Frauenheld spielen und sich prügeln, wohingegen McCoy einfach McCoy ist. Wäre nach Das unentdeckte Land das Star Trek-Franchise zu Ende gegangen, man hätte einen guten, einen würdigen Abschluss gefunden.

Die Hauptthematik von Star Trek wird deutlich hervorgehoben. Es geht um ein gemeinsames Miteinander, um dem Versuch eine bessere Zukunft für Alle zu schaffen. Dabei muss man dann auch, wie Kirk, über seinen Schatten springen oder persönlichen Groll begraben. Das macht Kirk dann auch vorzeigbar.

Tja, mehr kann ich eigentlich nicht zu dem Film sagen, außer dass er mir immer wieder Spaß macht.

Oh, eine Sache noch: Netter Einfall mit dem Shakespeare-Zitat. Beim gemeinsamen Abendessen wird des Dichters Sein oder Nichtsein zitiert, woraufhin Chang meint, man müsse Shakespeare im klingonischen Original hören, nur da würde er Sinn machen. Schönes Ding. Christopher Plummer ist übrigens nicht unbedingt klingonisch vom Aussehen her, aber auf alle Fälle ein ganz mieser, knallharter Hund. Solche Rollen sind immer dankenswert.

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