Filmplakat Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock
6/10

„Ich wähle die Gefahr! ... Was bleibt mir jetzt schon anderes übrig?“ (Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock, 1984)


Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock

Besprechung

Die Besatzung der Enterprise ist noch geschockt. Spock (Leonard Nimoy) hat sein Leben für seine Freunde gelassen. Natürlich ist auch Admiral Kirk (William Shatner) zutiefst betrübt und trauert.

Während sein Sohn David (Merritt Butrick) zusammen mit Saavik (Robin Curtis) auf dem jungen Planeten Genesis unterwegs sind und ihn untersuchen, bahnt sich schon das nächste Abenteuer an: Die Klingonen wollen das Genesis-Projektil als ultimative Waffe einsetzen. Der fiese Kruge (Christopher Lloyd) hat die Pläne auch schon an sich bringen können.

Doch davon weiß Kirk zunächst noch nichts. Er muss sich mit der Tatsache auseinander setzen, dass sein alter Freund McCoy (DeForest Kelley) seltsame Züge an den Tag legt. Er benimmt sich nicht mehr so, wie der alte Schiffsarzt. Wie es scheint, hat Spock kurz vor seinem Ableben noch seine Essenz in den grummeligen Arzt übertragen. McCoy hat also das Bewusstsein von Spock in sich. Das kann nicht gesund sein.

Derweil finden David und Saavik auf Genesis einen jungen Vulkanier …

Meinung von

Na, das musste sein: Nachdem im zweiten Teil Spock ins Gras gebissen hatte, war der Aufschrei bei den Fans natürlich groß. Schließlich musste sich Leonard Nimoy, der im Vorspann von Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock nicht als Schauspieler geführt wird, dem Druck beugen und kam wieder zurück ins Star Trek-Universum. Nicht nur als Spock, sondern auch als Regisseur.

Soweit ich weiß, war der Film an sich gar nicht geplant gewesen. Zumindest nicht in der Art und Weise. Somit ist Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock ein zusammengeschusterter Zwischenteil einer "Zufalls-Trilogie". Zurück in die Gegenwart – Star Trek IV sollte dann den Abschluss der Reise bilden. Doch zunächst einmal die Suche nach Mr. Spock. Die Gedächtnisverschmelzung haben sie ja ganz geschickt im dritten Teil untergebracht. Dennoch wirkt es zu gestelzt. McCoy als "Spock-Ersatz" ist anfänglich amüsant, wird aber schnell langweilig bis nervig.

Der Planet Genesis, selber frisch "gezeugt", hat die Fähigkeit, auch den toten Spock wieder zu beleben. Erst ganz jung und dann die einzelnen Stadien des Erwachsenwerdens durchlaufend, bis wir wieder Leonard Nimoy vor uns haben — ohne Hirn. Sozusagen. Wieso wird der Leichnam von Spock als Junge wieder reanimiert? Naja …

Als Trek-Fan kennt man natürlich die Klingonen. In Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock kommen wir langsam dem entgegen, wie wir sie aus TNG kennen — und lieben. Christopher Lloyd gibt einen skrupellosen, gemeingefährlichen Klingonen, der natürlich von Kirk besiegt wird. Wie sollte es auch anders sein?

Man kann sich Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock anschauen, Nimoy hat sich viel Mühe gegeben, aber ich werde den Eindruck nicht los, dass der Film ein Lückenbüßer ist.

Auch wenn ich den Streifen schon mehrmals gesehen habe, muss ich doch sagen, dass es mir immer noch jedes Mal das Herz zerreißt, wenn die Enterprise in die Luft gesprengt wird. Musste natürlich alles im großen Stil ablaufen.

Am Ende bekommt Spock in einer komplizierten vulkanischen Zeremonie seinen Geist wieder zurück und McCoy kann McCoy sein, ganz ohne Untermieter. Überleitung zum nächsten Film …

Wieso Kirstie Alley durch Robin Curtis als Vulkanierin Saavik ersetzt wurde? Keine Ahnung.

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