Filmplakat Sexy Beast
5,5/10

„Was hält man von so 'ner Frau, die so was tut?“ (Sexy Beast, 2000)


Sexy Beast

Besprechung

Da liegt ein etwas rundlicher Mann in der Sonne Spaniens und brät, schwitzt, brutzelt. Auf seinem Bauch kann mein ein Spiegelei braten. Vor uns liegt Gary “Gal” Dove (Ray Winstone). Einst war er einer der besten Einbrecher in ganz GB. Aber nun ist er im Ruhestand. An seiner Seite, die ehemalige Porno-Queen Deedee (Amanda Redman). Der kleine spanische Pool-Junge schrubbt friedlich das Planschbecken der “spanischen Villa”. Ja, das Leben kann so schön sein. Gut. Dass da ein fetter Steinbrocken vom Berg oberhalb des Hauses knapp an Gals Ohr vorbei schrammt und den Poolboden schrottet … — Wen interessiert’s?

Doch die Ruhe wird gestört: Don Logan (Ben Kingsley) hat sich angekündigt. Er will Gal in England haben. Es soll ein großes Ding gedreht werden. Und schon ist die Stimmung auf knapp unter -273°C. Alle Beteiligten fühlen sich schlagartig unwohl. Don Logan? Scheiße!

Gal, der ja im Ruhestand ist, will diesen Sachverhalt ebenso auch Don sagen. Aber leider, leider ist Don “etwas schwierig”. Don lässt ein Nein nicht gelten. Oooohh nein … Don lässt seine “Überredungskünste” walten.

Zweiter Teil des Films: Gal ist doch in London und macht den Bruch, wird von seinem Gewissen in Form eines spanischen Hasens mit Maschinengewehr geplagt und der Ober-Gangsterboss Teddy Bass (Ian McShane) wundert sich, wo denn Don bleibt …?

Meinung von

*hmmm* Also beim Sehen stellte ich mir schon die Frage nach der Moviejunkie-Punktezahl. Ich wollte zunächst 10 Punkte geben. Okay, einen Punkt Abzug wegen nerviger Techno-Spanisch-Mucke.

Ben Kingsley zieht eine unglaubliche Show ab. Unglaublich! Der kleine, ruhige Mann ist hier nicht nett, wie wir es sonst von ihm kennen. Er ist aber auch nicht "nur" böse. Er ist mehr! Kingsley spielt bedrohlich, psychopathisch, zerstörerisch, gefährlich. Noch nie sah ich einen so unangenehmen Menschen ... U-n-g-l-a-u-b-l-i-c-h!

Kingsley tritt aber leider nur in der ersten Hälfte des Filmes auf. Danach verliert der Film schnell an Tempo, Spannung und Sinn. Schade eigentlich. Im Grunde lohnt es sich nur wegen Mr. Kingsley ins Kino zu gehen. Nach 40 Minuten könnte man auch rausgehen. Null Problem.

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