Filmplakat Ruby & Quentin – Der Killer und die Klette
8/10

„Ich vergöttere Pferde. Und du hast Augen wie ein Gaul.“ (Ruby & Quentin – Der Killer und die Klette, 2003)


Ruby & Quentin – Der Killer und die Klette

Besprechung

Im Gefängnis treffen sie aufeinander: Quentin (Gérard Depardieu), der Dieb und notorische Dummschwätzer, und Ruby (Jean Reno), der hartgesottene Killer, dessen Freundin von seinem Boss Vogel (Jean-Pierre Malo) unter die Erde befördert wurde. Ruby will Rache üben und lässt sich – der besseren Ausbruchschancen wegen – in die Psychatrie verlegen.

Quentin sieht in Ruby einen Freund und folgt auf der Stelle. Doch damit nicht genug, Quentin befreit Ruby fast gegen seinen Willen und die beiden ungleichen Freunde sind fortan gemeinsam auf der Flucht vor der Polizei und Vogel.

Meinung von

Wenn es einen Grund gibt, sich einen französischen Film anzusehen, dann Jean Reno (naja, es gibt auch noch Philippe Noiret oder Jean Gabin, aber die haben hier nicht mitgespielt). Der Mann ist derartig cool, dass es einer Couch potatoe wie mir Schauer über den Rücken jagt. Insbesondere wenn er einen Killer spielt und nicht so einen doofen Franzosen, der Godzilla über den Weg läuft. Aber egal. Jedenfalls bleibt die Regel auch nach diesem Film bestehen: Filme mit Jean Reno muss man sehen.

Die erste Überraschung dann: Depardieu hat abgenommen. Die zweite Überraschung: Der Film bringt richtig Spaß. Hier haben sich zwei Schauspieler gefunden, die sichtlich Freude an ihren Rollen haben und so richtig die darstellerische Sau rauslassen.

Das Schöne dabei: Es gibt praktisch keine Liebesgeschichte und so rast der Film seinem schnellen Ende zu. Und am Ende sind alle zufrieden: Ruby, Quentin und der Zuschauer.

Es sei erwähnt, dass wir uns eigentlich nicht so sicher waren, ob wir uns das überhaupt antun wollten – aber mangels Konkurrenz haben wir es gewagt. Und gewonnen. Ruby & Quentin ist eine harmlose, aber äußerst amüsante Komödie ohne den üblichen französischen Schmus. Man kann lachen, man kann schmunzeln und eigentlich wird es fast nie langweilig. Und wenn es langweilig wird, taucht eine schöne Frau auf. Was will man mehr?

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