Filmplakat Predator 2
6/10

„Okay pussy-face, it's your move.“ (Predator 2, 1990)


Predator 2

Besprechung

Die Stadt der Engel wird von einer Hitzewelle und einer Welle der Gewalt überrollt. Bei extremen Temperaturen bekämpfen sich in L.A. Drogenbanden aus Kuba und aus Jamaika. Mitten drin die Polizei. Darunter auch der draufgängerische Mike Harrigan (Denny Glover).

Er und seine Kollegen verfolgen nach einem heftigen Schusswechsel eine kubanische Drogenbande in ein Haus. Als sie im richtigen Stockwerk ankommen, finden sie ein Blutbad vor.

Kurze Zeit darauf wird eine Gruppe jamaikanischer Drogenbanditen filetiert. Irgendjemand macht da die Arbeit der Polizei – nur auf eine sehr Extreme und verbotene Weise. Als Mikes Partner Danny Archuleta (Ruben Blades) und Jerry Lambert (Bill Paxton) ebenfalls ums Leben kommen, nimmt es Mike persönlich. Es scheint, als würde da einer in L.A. auf Schurkenjagd gehen. Und das auf sehr brutale Art und Weise. Mike nimmt die Herausforderung an.

Meinung von

Zehn (Film-)Jahre nachdem eine außerirdische Lebensform in Predator in einem südamerikanischen Dschungel Jagd auf Menschen machte, schickt Regisseur Stephen Hopkins den Weltraumjäger erneut auf die Hatz. Diesmal findet der Predator seine Beute im Häuser-Dschungel L.A.s. Das war unvermeidlich, dass die Fortsetzung kam.

Hopkins wählte bewusst die Kulisse der Großstadt L.A., in der ein Bandenkrieg tobt, weil die Häuser der Stadt andere visuelle und dramaturgische Möglichkeiten bot, so Hopkins.

Blieb im Original noch mehr durch Blattgrün verdeckt, wird in Predator 2 "alles" gezeigt. Da hängen auch schon mal gehäutete Opfer von der Decke eines Appartements. Ein Grund, warum der Streifen bei uns FSK18 erhielt, obwohl das aus heutiger Sicht alles stark nach angepinselten Puppen aussieht. Vermutlich wird die FSK irgendwie den Film runterstufen, wie sie es ja auch beim ersten Terminator gemacht haben. Dauert nur …

Das Predator-Original war neu, frisch und gefährlich. Da hat es der zweite Teil schon schwerer. Danny Glover kommt nicht wirklich hart herüber, Bill Paxton hat eine ziemlich nervige Rolle. Auch Gary Busey als Regierungsbeamter mit der Lizenz zur Alien-Jagd geht einem schnell auf den Keks.

Man schaut sich den Streifen an, aber einen Eindruck wie sein Vorgänger hinterlässt Predator 2 leider nicht. Anschauen sollte man ihn sich als Fan von Außerirdischen auf der Jagd aber dennoch. Auch wenn der Film den Charm eines typischen 1990er-B-Movies hat.

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