Filmplakat Outlander
7,5/10

„This thing carved out a territory and you are in it.“ (Outlander, 2008)


Outlander

Besprechung

Im Jahre 709 nach Christus geht über Norwegen ein Raumschiff nieder und versinkt in einem See. Aus dem Wasser steigt der Außerirdische Kainan (James Caviezel). Dank seiner Technologie kann er sich schnell die norwegische Sprache und Gebräuche einverleiben. Rasch noch die Suchbarke aktiviert und eigentlich könnte man jetzt warten, bis Rettung kommt.

Doch mit Kainan an Bord war ein Moorwen, ein ziemlich großes, blutrünstiges Wesen, das im Dunkeln leuchten kann. Kainan macht sich auf die Suche nach dem Biest, stößt dabei zunächst auf ein menschenleeres Dorf, dann auf Wikinger eines benachbarten Dorfes. Wulfric (Jack Huston) nimmt ihn gefangen und schleppt ihn vor seinen König (John Hurt).

Kainan versucht den Wikingern klar zu machen, dass er ihnen keinen Schaden zufügen will, dass das Nachbardorf durch ein Monster verwüstet wurde, das er jagen will — doch auch wenn Wikinger Drachen in ihrer Mythologie haben, so wirklich dran glauben will keiner. Und diesem Outlander kann man eh nicht glauben.

Doch das Verhältnis ändert sich, als der Moorwen tatsächlich vor der Tür steht …

Meinung von

Ich fand ihn ganz nett. Düster ist er und schön splatterig. Erst als ich das Making-of sah, wurde mir bewusst, dass der Regisseur McCain die Beowulf-Saga in neuem Gewand verfilmen wollte. Öh. Okay. Wenn Du meinst ...

Die Tatsache, dass der Film nie im deutschen Kino lief, will schon was heißen. Es ist eher eine Billig-Produktion. Zugegeben. Aber das Monster, geschaffen von Patrick Tatopoulos, ist ganz nett, die Kampfszenen (zwischen Wikingern und Wikingern, sowie zwischen Wikingern und Moorwen) sind recht ordentlich.

Großartige Wendungen in der Handlung kann man nicht erwarten. Wer will das auch schon? Ich wollte etwas mit einem Alien sehen. Und wenn dann noch Wikinger dabei sind: Hey, um so besser. Alles, was mir gefällt.

Hin zum Ende wird der Streifen leider etwas schwülstig. Das hätte man sich sparen können, dann hätte es auch mehr Punkte gegeben. So ist es ein netter Zeitvertreib.

Wie schon angesprochen, ist Outlander eher eine Billigproduktion. Deswegen haben sie auch auf die eine oder andere Aussenaufnahme verzichtet und haben dafür viel CGI eingesetzt. Nur in einigen Szenen erkennt man es sehr deutlich. Es sei ausnahmsweise einmal verziehen.

Outlander ist im Grunde eine Mischung aus Predator und Der 13. Krieger. Gerade der letzte Film soll ja ebenfalls das Beowulf-Thema abhandeln. Was mir bis eben auch nicht wirklich klar war.

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