Filmplakat Megamind
6,5/10

„Being a hero is for losers.“ (Megamind, 2010)


Megamind

Besprechung

In Metro CIty gibt es nur einen strahlenden Helden: Metro Man (Brad Pitt). Mit seinem markanten Kinn und seinem strahlenden Lächeln, seiner schicken Tolle und seinem Kostüm mit den hippen Fransen dran, rettet er die Bürger von Metro City. Jeder Held hat einen Gegenpart, in diesem Fall ist es der geniale Megamind (Will Ferrell). Allerdings ist das Spiel zwischen den beiden Feinden im Grunde immer das selbe: Megamind entführt mit Vorliebe die Reporterin Roxanne Ritchi (Tina Fey) und Metro Man rettet sie.

Bei einer dieser Entführungen schafft es Megamind, seinen Widersacher zu besiegen, gar zu töten. Fortan kann Megamind schalten und walten in Metro City, wie es ihm gefällt. Ihm zur Seite steht sein Gehilfe und einziger Freund Minion (David Cross), der ein Fisch auf einem Roboter-Körper ist.

Doch Megamind wird bewusst, dass er einen Gegenspieler braucht. Der Herrscher über Metro City zu sein ist nett, aber auf die Dauer auch langweilig. Da kommt dem genialen Hirn die Idee: aus genetischem Material von Metro Man will er einen neuen Helden für Metro City schaffen, der dann Megaminds neue Nemesis wird. Blöde nur, dass die Super-Probe den tumben Kameramann von Roxanne trifft. Megamind nimmt sich — in Verkleidung — der Ausbildung von Tighten (Jonah Hill) an. Doch dieser Held, den Megamind da geschaffen hat, der verhält sich so gar nicht heldenhaft. Metro City braucht aber einen Helden. Also woher nimmt man so einen Helden, wenn man ihn braucht?

Meinung von

Dreamworks ist nicht Pixar, das muss man mal festhalten — wenn man es eh nicht schon bemerkt hat. Sie bemühen sich, aber an die genialen Streifen von Pixar kommen die Traumarbeiter nicht heran. Die Figuren wirken zu plastikartig und es fehlt ihnen "die Seele". Bei Megamind fällt das am meisten bei der Figur der Reporterin Roxanne auf. Sie mag überhaupt nicht gefallen. Megamind selber, der von Will Ferrell gesprochen wird, hat gewisse Züge des Schauspielers. Mag aber auch daran gelegen haben, weil wir in der Streit's-Sneak (†) den Film im Original sahen, ich somit Ferrells Stimme ständig im Ohr und ihn vor meinem inneren Auge hatte.

Es gibt einige wirklich nette Ideen, wie z.B. die Hommage an Marlon Brando als Jor-El, also Supermans Vater. Auch wenn die Idee etwas zu überstrapaziert wurde. Man fühlte sich bei dem Schurken Tighten ein wenig an Syndrome von Die Unglaublichen erinnert.

Man sieht schon, so hundertprozentig war ich mit dem Film nicht zufrieden. Er hat, wie bereits gesagt, nette Einfälle, kann aber schlicht und ergreifend nicht voll überzeugen. Dennoch reicht Megamind als Ablenkung.

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