Filmplakat Matrix Revolutions
7,5/10

„Nur menschlicher Verstand kann sowas Geschmackloses wie die Liebe erfinden.“ (Matrix Revolutions, 2003)


Matrix Revolutions

Besprechung

Der zweite Teil der Matrix-Trilogie endet abrupt. Neo (Keanu Reeves) liegt auf der Krankenstation, scheinbar in einem Koma. Doch die Schiffsärztin erkennt (nun im dritten Teil), dass er – obwohl nicht verkabelt – doch in der Matrix ist. Mit ihm auf der Krankenstation der mysteriöse Bane, der Neo ja schon in Matrix Reloaded hat töten wollen.

Neo findet sich selber im Bahnhof des Trainmans wieder. Einer Welt zwischen der Matrix und der realen Welt. Einer Welt, die von dem schleimigen Merovingian (Lambert Wilson) beherrscht wird. Nur er kann Neo frei lassen.

Mittlerweile sind es nur noch 20 Stunden, bis die Maschinen sich nach Zion durchgebohrt haben. Es gilt also – Einkaufsliste rausgeholt – Neo aus den Fängen des Merovingian zu retten, Zion zu befestigen, den Krieg zwischen Menschen und Maschinen zu einem Ende zu führen.

Neo wird befreit und nimmt seinen Job als Erlöser ernst, er reist zusammen mit Trinity (Carrie-Anne Moos) in die Maschinenstadt, um sie direkt anzugreifen. Derweil reisen Morpheus (Laurence Fishburne) und Niobe (Jada Pinkett Smith) nach Zion, um hier Beistand zu leisten. Der Endkampf um den Frieden beginnt — und endet.

Meinung von

Nett. Matrix 3 ist auf alle Fälle besser als der zweite Teil! Aber dennoch fehlt ihm an einigen Stellen das gewisse Etwas, dafür hat der Film an anderen Stellen zu viel von gewissen Dingen. Da haben wir z.B. die Dialoge. Oft unnütz oder einfach nur schlecht. Hätte man locker kürzen können. Dann die Kampfszenen. Der Kampf um Zion dauert sehr lange. Ist zugegeben gut gemacht, aber ich hatte Zeit während des Kampfes an andere Dinge zu denken. Nicht gut. Ich denke, man hätte den Film locker von den 129 Minuten ohne Probleme auf 100 Minuten kürzen können. Zum Glück war keine Tanzszene vorhanden...

Dann haben die ollen Waschowski-Brüder auch noch geklaut wie die Raben. Wohlbemerkt, das muss nicht immer schlecht sein. Ich fand die ganze Kampfszenerie im Dock von Zion sehr interessant. Und das, obwohl ich mich sehr stark an Gemälde von Hieronymus Bosch erinnert fühlte. Passte aber. Hingegen dieses komische Maschinen-Gesicht, das zu Neo spricht ... — Der Zauberer von Oz lässt grüßen. Schließlich noch ein, zwei Eigenzitate (Trinitys legendärer Sprung und Neos Winke-Winke-Hand), die aber auch ganz nett waren.

Im Endeffekt weiß ich nicht, ob wir Teil 2 und 3 wirklich gebraucht haben. Der erste Teil ist so genial und zudem eine durchaus abgeschlossene Story, da hätte keine Fortsetzung gedreht werden müssen. Teil 1 ist ein Muss! Teil 2 ist ein einziger Cliffhanger zum dritten Teil, der die Geschichte zwar beendet, aber der Brüller ist es (leider) auch nicht. Naja.

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