Filmplakat Mad Max
6,5/10

„Nur weil ich 'ne Bronzeplakette trage, bin ich einer von den Guten.“ (Mad Max, 1979)


Mad Max

Besprechung

In einer nahen Zukunft sind in Australien die Straßen nicht mehr sicher. Motorradgangs beherrschen die Weiten, eine besondere Art von Polizisten sorgt für Ordnung, es gibt lange Straßenabschnitte, die verboten sind. Benzin ist ein knappes Gut.

In dieser Zukunft ist Max Rockatansky (Mel Gibson) einer der besten Cops. Er bringt auch den durchgeknallten Ausbrecher Nightrider (Vincent Gil) zur Strecke, der nach einer wilden Verfolgungsjagd ums Leben kommt.

Nightriders Freunde, eine wilde Gang aus Outlaws auf Motorrädern, sinnen auf Rache. Diese wird noch geschürt, als Max’ Freund und Kollege Jim Goose (Steve Bisley) ein Gangmitglied festnimmt, das aber aus Mangel an Beweisen wieder auf freien Fuß gesetzt wird. Goose dreht durch. Nun haben die Gangmitglieder die Corps endgültig auf dem Kieker. Erst muss Goose dran glauben.

Max ist erschüttert und kündigt. Sein Boss Fifi Macaffee (Roger Ward) nimmt die Kündigung nicht an, sondern beurlaubt ihn erst einmal. Max soll sich beruhigen. Fifi will seinen besten Mann nicht einfach ziehen lassen. Er glaubt noch an Helden und sieht in Max einen.

Beim Urlaub mit seiner Frau Jessie (Joanne Samuel) und ihrem gemeinsamen Sohn kreuzen sich die Wege Max’ und der Motorradgang wieder. Unter der Anleitung von Toecutter (Hugh Keays-Byrne) nehmen die Wilden die Verfolgung auf – mit schwerwiegenden Folgen, woraufhin Max die Lederkluft der Polizei ein letztes Mal anlegt, sich einen aufgemotzten V8 schnappt und Jagd auf die Motorradgang macht.

Meinung von

Man sieht dem Film an, dass er mit nur geringem Budget gedreht wurde. Die Ausstattung ist recht minimalistisch und billig. Die Schauspieler übertreiben alle, bis auf Gibson und Samuel. Man hat den Eindruck, Laienschauspieler vor sich zu haben, die alles arg überhöht darstellen.

Die Geschichte ist eine klassische. Ein normaler, ein guter Mann wird durch Gewalt von aussen dazu getrieben, das Recht selber in die Hand zu nehmen und mit Gewalt durchzusetzen. Dabei ist es genau das, was Max nicht will. Wenn er seinem Boss sagt, dass er kündigt, bringt er als Grund an, dass er befürchtet so ein Tier zu werden, wie die Motorradgangs, wenn er noch länger auf den Straßen da draußen rumfährt. Um sich also seine Menschlichkeit zu bewahren, tritt Max aus der MFP (Main Force Patrol) aus. Als ihm dann aber alles genommen wird, was er liebt, klinkt Max aus und wird zum eiskalten Racheengel. - Eine gute, solide Geschichte. Allerdings wird sie nicht mit dem richtigen Tempo erzählt.

Da es Mad Max aber zu einem gewissen Ruhm gebracht hat - in Australien war er ein großer Hit - sollte man ihn als Cineast schon mal gesehen haben. Eine FSK 18 sehe ich jedoch nicht. Vielleicht sollte man den Film mit heutigen Standards noch einmal messen.

Mad Max ist auf alle Fälle das Sprungbrett für die Karriere von Mel Gibson, der damals gerade einmal 23 Jahre alt war.

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