Filmplakat Jumanji: Willkommen im Dschungel
6/10

„Ich hab echt das Gefühl, seit mein Telefon weg ist, haben sich meine anderen Sinne geschärft.“ (Jumanji: Willkommen im Dschungel, 2017)


Jumanji: Willkommen im Dschungel

Besprechung

Die Teenager Spencer (Alex Wolff), Fridge (Ser’Darius Blain), Bethany (Madison Iseman) und Martha (Morgan Turner) müssen alle nachsitzen. Spencer ist der Nerd, der gerne Computerspiele spielt. Fridge ist das Sport-Ass. Bethany ist absolut selbstsüchtig und kann ohne ihre Mobiltelefon nicht leben. Martha ist die schüchterne Rebellin. Als die vier Highschool-Schüler im Keller ihrer Schule aufräumen sollen, stolpern sie über ein angestaubtes Videospiel namens Jumanji. Alles ist besser als die blöde Aufgabe, die sie als Strafe erfüllen müssen, also spielen sie – und werden ins Spiel reingesogen.

Der eher ängstliche Spencer hat im Spiel den Avatar des draufgängerischen, muskelbepackten Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson). Sportskanone Fridge schlüpft in die Rolle des kurzwüchsigen Zoologen Franklin “Mouse” Finbar (Kevin Hart). Mauerblümchen Martha hat sich den Charakter der männermordenden Nahkampfspezialistin Ruby Roundhouse (Karen Gillan) gewählt. Die in sich selbst verliebte Bethany muss sich als übergewichtiger Professor Sheldon “Shelly” Oberon (Jack Black) durch den Dschungel von Jumanji schlagen. Das Quartett erfährt, dass Jumanji von einem Fluch heimgesucht wurde. Der fiese Van Pelt (Bobby Cannavale) hat das Juwel gestohlen, der in einer riesigen Jaguar-Statue mitten im Urwald steckte. Die vier Spieler müssen das Juwel finden und zum Jaguar zurückbringen, nur so kommen sie aus dem Spiel wieder heraus.

Im Laufe des Spiels treffen sie Alex (Nick Jonas), der vor 20 Jahren vom Spiel aufgesogen wurde. Er ist der Pilot Jefferson “Seaplane” McDonough, der dringend auf die Hilfe der neuen Spieler angewiesen ist. Nur gemeinsam können die Fünf das Spiel beenden und endlich verlassen.

Meinung von

Nur ein Jahr bevor Alex vom Spiel verschluckt wurde, wurde das Brettspiel Jumanji in einem Fluss versenkt, nachdem Alan Parrish (Robin Williams) nach vielen beschwerlichen Jahren endlich aus dem Spiel rauskam. Doch das Spiel will gespielt werden. Dumm, dass der junge Alex (Mason Guccione) keine Brettspiele spielt. Deshalb erfindet sich das Spiel selber neu als Computerspiel.

Im Original aus den 1990ern kam die Welt von Jumanji in unsere Welt, diesmal werden die Spieler in den Dschungel transportiert. Das hätte ich mir auch damals gewünscht, aber ein Spiel in einer amerikanischen Kleinstadt ist wohl günstiger gewesen. War das Original noch ein reiner Abenteuerfilm, bei dem es darum ging, seine Ängste zu überwinden, geht Jumanji: Willkommen im Dschungel einen etwas anderen Weg.

In dem Remake/ der Fortsetzung geht es eher ums Erwachsenwerden allgemein. Wer bin ich wirklich, was möchte ich? Kann ich mehr als ich jetzt kann und bin? Gemeinsam ist man stärker. Aber hauptsächlich ist Jumanji: Willkommen im Dschungel einfach nur Popcorn-Kino für Pubertierende. Dwayne Johnson spricht die Jungs an, weil sie auch gerne so bepackt wären. Hart und Black sind die komischen Aspekte. Und zu Karen Gillan muss ich nicht mehr viel sagen … Ihr Outfit hat nicht umsonst für Furore gesorgt. Ihr Charakter fragt selber wieso sie im Dschungel so rumlaufen muss?

Der Film ist routiniert abgewickelt. Man wird unterhalten, die Geschichte ist nett – aber man vergisst den Streifen auch wieder schnell. Natürlich musste er in effing 3D daherkommen. Deshalb sah ich ihn auch nicht im Kino. Mal abgesehen davon, dass ich wohl niemanden mitbekommen hätte, sich den mit mir anzuschauen.

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