Filmplakat In der Bronx ist die Hölle los
4/10

„Diese Gegend ist ja anscheinend ziemlich übel.“ (In der Bronx ist die Hölle los, 1995)


In der Bronx ist die Hölle los

Besprechung

Keung (Jackie Chan) kommt gerade frisch aus China angereist, um der Hochzeit seines Onkels Bill (Bill Tung) beizuwohnen. Der Onkel führt einen chinesischen Kaufladen mitten in der Bronx. Nach der Hochzeit will er den Laden verkaufen. Die junge Chinesin Elaine (Anita Mui) ersteht das vermeintlich lukrative Geschäft.

Der Laden könnte auch gut laufen, wenn da nicht eine Gruppe Hooligans unter der Leitung von Tony (Marc Akerstream) wäre, die den Verkaufsraum arg ramponieren. Keung, der im Laden aushilft, greift beherzt ein und zieht sich damit den Zorn der Motorradgang zu.

Während er also lebensbedrohlichen Ärger mit der Gang hat, freundet er sich mit dem gehbehinderten Jungen Danny (Morgan Lam) aus der Nachbarschaft an. Was Keung nicht weiß: Dannys Schwester Nancy (Françoise Yip) ist Mitglied in der Gang.

Nicht genug, dass er Ärger mit den Randalieren hat, die wiederum haben noch größeren Stress mit der hiesigen Mafia, die hinter einem Beutel Diamanten her ist, den ein Bandenmitglied durch Zufall an sich genommen hat. Mitten in all dem Schlamassel: Keung.

Meinung von

Ich musste den Film sehen. Immerhin endet jede Trailer-Show in der Streit's-Sneak (†) mit dem Trailer zu In der Bronx ist die Hölle los, bzw. Rumble in the Bronx. Das ist die Szene, wo Jackie Chan von einem Luftkissenboot vor einen Laster fällt, der Fahrer ihn fragt, ob alles in Ordnung sei, Jackie aufspringt und laut Nein! ruft.

Schaut man in die Filmografie von Jackie Chan, dann ist er echt schon lange im Geschäft, aber anfangs entweder nicht im Abspann erwähnt oder unter einem anderen Namen. Rumble in the Bronx entstand 1995 und war dann auch der Film, mit dem er in den USA bekannt wurde.

Die Geschichte hat sich im Laufe der Jahre kaum verändert. Beinahe immer ist Jackie Chan der Gute, der den Unterdrückten mit seinen Martial-Arts-Künsten hilft. Wir wissen alle, dass der gute Mann seine Stunts alle selber macht. Das ist wohl auch der Grund, wieso seine Filme so einen Erfolg haben. Na gut, seine Kämpfe, die manchmal clownsartig sind, schauen schon ganz witzig aus. Bewegen kann er sich ja.

Die böse Motorradgang ist absolut stereotypisch schlecht dargestellt. Muss man gesehen haben, dann weiß man, wovon ich spreche. Echt ärgerlich. Ebenso die Mafia-Typen. Also beste Schauspieler hat man nicht gerade für den Film gefunden. Die Dialoge sind auch mies und oft — bei den Chinesen — typisch hektisch und aufgeregt vorgetragen. Zusammen mit einer dünnen Story kommt leichte Unterhaltung heraus, die nebenbei plätschert.

Einzig die Stunts sind zum Teil echt gut anzusehen. Die Verfolgungsjagd des Luftkissenboots ist schon etwas besonderes. Das gab es sonst noch nie zu sehen.

Für absolute Hardcore-Jackie Chan-Fans ist Rumble in the Bronx wohl ein Muss, wer nicht gerade aus "beruflichen" Gründen den Film sehen muss — so wie ich —, der sollte die Zeit sinnvoller nutzen.

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