Filmplakat Igby

7,5/10

"Nein nicht analfixiert ... – Vegetarierin." — Igby, 2002

Igby

Besprechung

Jason Slocumb, jr. (Kieran Culkin), kurz „Igby“ genannt, ist 17 und kommt aus einem reichen Elternhaus. Aber Reichtum macht nicht immer glücklich. Seine Mutter Mimi (Susan Sarandon) ist eine unzufriedene, leicht hysterische Ziege, der es nur um ihr Ansehen in der Gesellschaft geht. Damit treibt sie ihren Mann Jason (Bill Pullman) in den Wahnsinn und den kleinen Igby in eine für Kinder ungesunde Haltung: Er hasst seine Mutter abgrundtief.

Igby ist ein Problemkind, das es auf keiner Schule aushält und etwas wie Autorität nicht annimmt. Einzig sein Patenonkel D.H. (Jeff Goldblum), ein reicher Bonze, ist eine Bezugsperson für Igby. Ein Angebot von D.H. im Sommer in seiner Firma zu arbeiten kommt da gelegen. Raus aus der Schule und weit weg von der Mutter.

Igby lernt D.H.s Geliebte kennen und auch die Studentin Sookie Sapperstein (Claire Danes), die zwar zu alt für ihn ist, Igby aber „lustig“ findet. Igby versteckt sich vor seiner Mutter, die im Sterben liegt, versucht sich von ihr abzunabeln und stößt seine Umwelt mit seinen arg zynischen Äußerungen immer wieder vor den Kopf.

Meinung von

Gut, ich gebe zu, die Filmbeschreibung klingt nicht so prickelnd. Dennoch fand ich den Film sehr schön. Es ist die Geschichte eines einsamen und zynischen jungen Mannes, der seinen Weg noch nicht gefunden hat. Ein junger Mann, der seine Mutter zu tiefst hasst und sich nichts daraus macht, dass diese Frau, die seinen geliebten Vater in den Wahnsinn getrieben hat, endlich abkratzt. Igby ist ein melancholisch-schöner Film, der so dahinplätschert und eine seltsame Stimmung hinterlässt. Ich kann das gar nicht so recht beschreiben. Hat etwas von "Aufbruchstimmung".

Die tatsächlich beeindruckende schauspielerische Leistung von Kieran Culkin ist sehenswert! Spielt er doch eine sehr anspruchsvolle Rolle und nicht so einen Klamauk wie einst sein älterer Bruder Macaulay. Mich erinnerte Kieran an einen jungen Tobey Maguire. Ja, ich fühlte mich von der Stimmung her ein wenig an Wonderboys erinnert. Wir müssen mal abwarten und schauen, was dieser junge Mann noch an Filmen präsentieren wird ...

Zusammengefasst: Ich mochte den Film. Ich hätte ihm auch spontan acht Moviejunkie-Punkte verliehen, aber Moviejunkie Thorsten schaute mich dabei so schief an, dass ich auf sieben runtergegangen bin. Tatsächlich hat mich der Streifen aber doch irgendwie "bewegt". Deshalb noch einen halben Punkt wieder in Richtung Zehn. Was übrigens auch nicht zu verachten ist, dass ist der ziemlich geniale Soundtrack! Sehr gute Mische! Erinnerte irgendwie an die guten alten "Sixties", gepaart mit neueren und "härteren" Stücken. Sehr ansprechend. (Wäre bestimmt 'was für den Heuschrecken-Mann, den Schleifer ...)