Filmplakat Identität
7/10

„Hat ihre Frau Nähzeug dabei?“ (Identität, 2003)


Identität

Besprechung

Es regnet. Und zwar so richtig fies. Irgendwo am Arsch von Sonstwo in den Staaten treffen zehn Menschen zusammen. Der Ex-Cop Edward (John Cusack), der jetzt den Fahrer für eine abgewrackte Filmdiva spielt. Eine Klein-Familie, ein frisch vermähltes Pärchen und eine Hure finden sich in dem Unwetter außerdem auch noch in einem Motel an dem besagten Arsch wieder. Dann wäre noch der zwielichtige Motel-Besitzer und der Cop Rhodes (Ray Liotta), der einen Gefangenen transportiert. Regen kann an den Nerven zehren …

Edward findet als Erster die Leiche seiner Auftraggeberin und das Rätselraten beginnt. Wer war der Mörder? Bis Rhodes Gefangener flieht. Und das Morden geht weiter. Bei jedem Opfer findet sich ein Motel-Schlüssel. Die Schauspielerin hatte die 10 in der Hand. Jetzt zählt der mysteriöse Mörder herunter.

Meinung von

Netter Streifen mit Grusel-Elementen. Im Grunde werden alle "klassischen" Horror- und Gruselfim-Klischees bedient: Ein einsames Motel, abgeschnitten von der Umwelt durch ein Unwetter, Regen, Blitz und Donner, blank liegende Nerven und sogar der obligatorische Indianer-Friedhof wird angeschnitten. Als der aufkam, konnte ich mir allerdings ein lautes Stöhnen nicht verkneifen. Doch wenn man mit dem Film durch ist und die "Lösung" präsentiert bekommen hat, dann machen sogar diese Klischees wieder Sinn. Schließlich wird nicht auf ihnen herumgeritten, sie sind vielmehr "Beiwerk" eines kranken Geistes.

Gefallen hat mir an dem Film, dass man zwar ab einem bestimmten Punkt wusste, wer da sein Unwesen (und warum) treibt. Dennoch war das noch nicht das Finale. Frei nach dem Motto "Das ist der Mörder, verurteilt/ gelöst und fertig!". Neee, es geht weiter. Ein nettes Psycho-Spiel kommt da auf den Zuschauer noch zu.

Unglücklicher Weise hockten neben Birte zwei kleine Mädels, die den Film anscheinend auch nicht sehen wollten, sondern durch Zufall in dem Kino landeten. Herrje, was haben die gequiekt ... Wer von einem Film nicht mehr mitbekommt als seine Handinnenflächen, der sollte lieber die Filme "ab 6 Jahren" aufsuchen. *ts*

Fazit: Wer sich gerne etwas gruselt, der kommt auf seine Kosten. Wer einen von der Story her sogar recht ansprechenden Streifen sehen will – auch.

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