Filmplakat Harry Potter und der Halbblutprinz
4/10

„Ich zu sein hat auch seine Vorteile.“ (Harry Potter und der Halbblutprinz, 2009)


Harry Potter und der Halbblutprinz

Besprechung

Die Todesser werden immer dreister und gewinnen immer mehr Macht. Jetzt haben sie schon die Winkelgasse zum Großteil zerstört. Ja, ein neues Jahr im Potterversum und natürlich wird mal wieder alles noch schlimmer, noch böser, noch grimmiger, noch düsterer.

Harry (Daniel Radcliffe), der Auserwählte, macht Bekanntschaft mit dem neuen Professor für Zaubertränke, Horace Slughorn (Jim Broadbent). Hogwarts’ Schulleiter Albus Dumbledore (Michael Gambon), hat Slughorn extra angeworben, weil er Harry dazu benutzen will, um aus Slughorn ein Geheimnis zu bekommen. Der Zaubertrank-Professor weiß nämlich etwas über den kleinen Tom Riddle, den späteren Lord Voldemort. Mit diesem Wissen könnte man den dunklen Lord aufhalten.

Derweil hat Harry mit Kumpel Ron (Rupert Grint) einen Kurs bei Slughorn und kommt in den Besitz eines Trankbuches, das einst einem gewissen Halbblutprinz gehört haben soll. Dieser hat sehr viele, äußerst nützliche Hinweise in dem Buch hinterlassen, die Harry geradezu gefangen nehmen.

Dann haben wir neben dem ganzen Bösen auch noch die liebe Liebelei. Potter macht mit Rons kleiner Schwester Ginny (Bonnie Wright) rum, während Hermione (Emma Watson) sich an Ron ranmachen will – der das aber kein Stück kapiert.

Gen Ende erfährt Harry dann doch noch das Geheimnis von Tom Riddle und macht sich zusammen mit seinem Mentor Dumbledore auf den Weg, Mittel zur Vernichtung von Voldemort zu finden. Dabei gehen sie bis aufs Äußerste!

Meinung von

Langweilig! Kurze Zeit nach dem Film hatte ich schon wieder vergessen, was da eigentlich passiert ist, so langatmig und kaugummiartig zieht sich der Streifen dahin.

Ich las schon vor einiger Zeit, dass Mrs. Rowling gen Ende ihrer Saga immer dickere Bücher schrieb. Wie ich lernen durfte, scheinen die nicht ausführlicher beschrieben zu sein, sondern einfach nur extrem schwafelig.

Ja, wir bekommen etwas über Riddle zu wissen. Ja, auch die Rolle von unserem Liebling Professor Severus Snape (Alan Rickman) klärt sich (Doppel-Doppel-Agent). Aber das reicht alles nicht.

Kaum Lacher, kaum Spannung in diesem sechsten Teil. Wenn ich mir während des Filmes wünsche, dass er endlich zu Ende sein möge, dass ich endlich irgendwas anderes machen kann — dann ist das weiß Gott kein gutes Zeichen für einen Film!

Für alle Teenies sind die Liebesszenen gaaaanz toll. Für mich sind sie zwar "logisch", weil die Figuren im entsprechenden Alter sind, aber gebraucht hätte ich das nicht. Langweilig. Auch wurde — mal wieder — von der Presse gesagt, der neue Potter sei noooch düsterer. Leute: Wenn man einem Film die Farben entzieht und uns einen Beinahe-Schwarz-Weiß-Film präsentiert, dann ist das noch nicht düster. Dunkel. Farblos. Aber nicht düster. Jedoch passend: Harry Potter und der Halbblutprinz ist farblos und hätte sehr gerne gekürzt werden können. Mir graut schon vor dem siebtem Teil, der gar auf zwei Filme ausgedehnt wird! Noch mehr Schwafel? Mist ...

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