Filmplakat Harry Potter und der Gefangene von Askaban
8/10

„So sieht meine Frisur von hinten aus? Mann ...“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban, 2004)


Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Besprechung

Harry Potter (Daniel Radcliffe) ist mal wieder in den Ferien bei seinen verhassten Verwandten. Eine Tante reizt ihn so sehr, dass er — ohne Erlaubnis — außerhalb von Hogwarts zaubert. Schließlich ist er so angepisst, dass er auszieht. Vor der Bahn-Reise nach Hogwarts wird er noch von Rons (Rupert Grint) Vater gewarnt, der irre Zauberer Sirius Black (Gary Oldman) sei aus Azkaban ausgebrochen. Noch nie sei es jemandem gelungen aus Askaban auszubrechen. Und Black war derjenige, der Harrys Eltern an Lord Voldemort verrraten hat und nun hinter Harry her sei.

Die Fahrt zur Zauberschule birgt dann auch schon das erste Abenteuer: Ein Dementor, ein Wächter von Azkaban, stoppt den Zug und durchsucht diesen nach Black. Grauselige Viecher. Bei der Gelegenheit lernt Harry auch einen neuen Professor kennen, Remus Lupin (David Thewlis), der ein düsteres Geheimnis hat.

Die Geschichte geht also im Endeffekt darum, dass der oberfiese und irre Sirius Black sich Hogwarts annähert und in der Schule selber auch andere komische Dinge passieren. Hermine (Emma Watson) zum Beispiel taucht ständig und unerwartet an Plätzen auf. Harry sieht einen schwarzen Wolf, der ihn verfolgt. Und dann gibt es noch längst verstorbene Zauberer, die plötzlich in den dunklen Gängen auftauchen und doch unsichtbar bleiben …

Meinung von

Ganz nett. Ich habe immer noch keines der Bücher gelesen, also habe ich auch nicht diese "Oh, so habe ich mir das aber nicht vorgestellt"-Rufe von mir gegeben – ganz im Gegensatz zu einigen Hardcore-Fans. Was man zugeben muss, auch wenn einen das Potter-Fieber nicht erfasst hat, die Rowling hat schon eine ganz schöne Fantasie. Obwohl ich das Ende mit der Zeitreise etwas lieblos fand. Bei mir kam das Gefühl auf, diese Reise sei eine "Glattbügel-Aktion" für eine leicht vermurkste Story. Aber da möchte ich mich jetzt nicht mit den werten Lesern (und HP-Fans) streiten.

Die Tricks sind gut und solide, die Idee der Umsetzung des Werwolfs gefiel, da sie nicht stereotypisch ist. Wie schon erwähnt, die Story hat viele fantastische, nette Einfälle und Witz war ebenfalls vorhanden. Moviejunkie Thorsten nervte zwar ein wenig, weil er schon wieder schwer seufzte – so ganz gefiel ihm der Streifen dann wohl doch nicht. Dennoch: Harry Potter und der Gefangene von Askaban kann man sich gut anschauen. Zwar tatsächlich nicht mit einem Kleinkind (mit meiner Nichte würde ich nicht in den Film gehen), aber für einen netten Abend durchaus zu akzeptieren. Allerdings hatte ich mir mehr "Düsternis" erhofft. Schließlich hat die Presse genug davon geschrieben, wie dunkel der Film sei. Naja, die haben noch nie Alien gesehen ...

Neben den drei Jung-Schauspielern haben wir aber auch noch alteingesessene Aktoren. Alan Rickman als Professor Severus Snape war natürlich das glorreiche Vorbild von Thorsten. So wäre er auch gerne ... :-) Dann haben wir auch noch Emma Thompson, die ich in ihrer Maske als schusselige Wahrsagerin Professor Sybil Trelawney zunächst überhaupt nicht erkannt habe. Nette Idee. Gary Oldman als Sirius Black kam hingegen etwas zu kurz. Für diese kleine Rolle hätte man nicht so einen bekannten Schauspieler nehmen müssen. Naja, man gönnt sich ja sonst nichts.

[Nachdem wir den sechsten HP schon sahen: der dritte HP ist bei weitem der beste Film!]

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